Informatik 1. Ein einführende Übersicht. (Computer science 1. An introductory survey.) (Q1188803)
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scientific article; zbMATH DE number 49148
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Informatik 1. Ein einführende Übersicht. (Computer science 1. An introductory survey.) |
scientific article; zbMATH DE number 49148 |
Statements
Informatik 1. Ein einführende Übersicht. (Computer science 1. An introductory survey.) (English)
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23 January 1993
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Die nunmehr vorliegende 4. Auflage hat gegenüber der etwa zehn Jahre zurückliegenden 3. (vgl. F. Bauer and G. Goos [Informatik. Eine einführende Übersicht. 1. Teil. 3., Neubearb. u. erw. Aufl., Heidelberg: Springer-Verlag (1982; Zbl 0494.68001)]) nicht nur vom Verlag ein völlig neu gestaltetes Aussehen durch die Aufnahme in die Springer- Lehrbücher erhalten. Auch inhaltlich fand eine Bearbeitung und Verbesserung statt, was durch das Hinzuziehen eines neuen Bearbeiters, Prof. W. Dosch von der Universität Augsburg, deutlich wird. Diese recht weitgehende Bearbeitung wird bereits in einem Vergleich der Inhaltsübersicht deutlich. So wurde beispielsweise der Abschnitt ``Digitale Nachrichten'' (1.4) nahezu neu gestaltet, wodurch er nicht nur um ca. 20\% an Umfang gewann. Sein Schwerpunkt liegt nunmehr in der Behandlung von Codes und Codierungen. Im Kapitel ``Maschinenorientierte algorithmische Sprachen'' (3) wurde der Abschnitt ``Vereinbarungen und Zuweisungen'' (3.2.2) inhaltlich feiner gegliedert, wenn auch nicht verlängert. Im gleichen Kapitel wurde der Abschnitt ``Aufbrechen von Formeln'' um eine Zusammenfassung mit kurzer Gliederung der Befehle einer v. Neumann- Maschine ergänzt. Natürlich ist dies nur eine Auswahl aus zum Teil sehr weitgehenden Umarbeitungen, die man erst in einem direkten Textvergleich feststellt. Der Gesamtumfang ist bei gleichem Schriftsatz in der 4. Auflage um 70 Seiten oder mehr als 20\% gewachsen. Die Tatsache der Herausgabe einer 4. Auflage zeigt, daß das Werk auf alle Fälle für den deutschen Sprachraum die Bezeichnung Standardlehrbuch für Informatik in Anspruch nehmen kann. Seit der ersten Auflage von 1970 sind mehr als 20 Jahre vergangen. Die Wandlungen innerhalb der Informatik als einer in einem besonders schnellen Entwicklungsprozeß befindlichen Wissenschaft wurden in den verschiedenen Auflagen dieses Standardlehrbuches durchaus berücksichtigt. Gleichwohl läßt es noch immer die Grundkonzeption von 1970 recht deutlich werden. Diese war auf dem imperativen Programmierparadigma von ALGOL 68 als höherer Programmiersprache und der Rückführung auf maschinenorientierte Sprachen vom v. Neumann-Typ begründet. Nun hat sich aber ALGOL 68 nicht als Programmiersprache in weitem praktischen Einsatz durchgesetzt. Diesen Effekt erzielte vielmehr PASCAL. Seit der 3. Auflage werden diesem Zwang folgend in der Informatik von Bauer-Goos ALGOL- und PASCAL-ähnliche Programme parallel angeboten. Da zwischen der 3. und 4. Auflage immerhin zehn Jahre liegen, wurde gewiß zwischen Autoren, Bearbeitern und Verlag überlegt, ob nicht doch das ALGOL-Konzept nun fallen könnte. Der Entschluß zur Beibehaltung mag nach der stattgefundenen Entwicklung der Informatik manchen verwundern. Dafür spricht gewiß die unumstößliche Tatsache, daß seinerzeit mit ALGOL 60 und ALGOL 68 Meilensteine der imperativen Programmierung und der Definitionstechnik von Programmiersprachen gesetzt wurden. Aus diesen Konzepten kann natürlich noch heute ein Lehrprogramm entwickelt werden. Aber der Student sollte das Gelernte doch mit weniger Mühe am Computer zur Festigung und Übung nachvollziehen können und auch in anderem Umfeld als gerade an seiner Ausbildungsstätte bestätigt sehen. Entsprechend zur Auffassung und dem Stand der Kunst von 1970 findet man trotz mehrfacher Überarbeitung weder im hier besprochenen 1. Band des Lehrwerkes noch wird man es für den 2. (nach dem Konzept der 3. Auflage) erwarten dürfen, daß die Programmierparadigmen funktional, logisch, objektorientiert erscheinen. In einem Einführungswerk zur Informatik möchte man auch etwas zu Betriebs- oder Operationssystemen sehen. Das gleiche gilt sehr wohl für die Anwendersysteme der Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Nutzergraphik und Dateiverwaltung sowie die integrierten Systeme dieser Anwendungen. Ferner erwartet man heute in einer ``Einführenden Übersicht'' (Untertitel) auch eine Einführung in theoretische Grundlagen bzw. Probleme der Informatik, die doch über formale Sprachen (2. Band), abstrakte Automaten, z.B. prinzipielle algorithmische Unlösbarkeit, hinausgeht und auch Fragestellungen der Kompliziertheit und praktischen Undurchführbarkeit von Lösungsalgorithmen für gewisse Problemstellungen ab einer gewissen Größe wenigstens erklärt. Ansätze dafür sind ja etwa bei den Problemen der Damen auf dem Schachbrett oder der Türme von Hanoi schon vorhanden. Ausgenutzt werden sie leider nicht.
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algorithms
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programming languages
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sequential programming
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