Der experimentelle Beweis für den statistischen Charakter des radioaktiven Zerfallsgesetzes. (Q1452103)
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scientific article; zbMATH DE number 2589092
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Der experimentelle Beweis für den statistischen Charakter des radioaktiven Zerfallsgesetzes. |
scientific article; zbMATH DE number 2589092 |
Statements
Der experimentelle Beweis für den statistischen Charakter des radioaktiven Zerfallsgesetzes. (English)
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1926
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``\textit{Schweidler} wies im Jahre 1905 darauf hin, daß das Abklingungsgesetz \[ N_t = N_0e^{-\lambda t} \] einer einheitlichen radioaktiven Substanz als der makroskopisch beobachtete Mittelwert für sehr viele zufallsartig eintretende Atomverwandlungen aufgefaßt werden kann, und daß, wenn diese Auffassung zutrifft, sie sich in Schwankungen des beobachteten Massenzerfalls \(\dfrac{dN}{dt}\) um den Mittelwert äußern müßte.'' Über die experimentelle Methodik, die Art der statistischen Behandlung der Versuchsergebnisse und über die Beweiskraft der Versuche für die Beantwortung der Frage, ob die \textit{Schweidler}sche Annahme einwandfrei experimentell sichergestellt werden kann, berichtet Verf. Es wird also untersucht, ob die diesbezüglichen Experimente auf Prozesse schließen lassen, die in ihrer Gesamtheit ein Kollektiv bilden. Die Versuchsreihen bestehen entweder in Einzelbeobachtungen (Zählversuche) oder in Massenbeobachtungen (Differential- oder Kompensations-Versuche). Verf. gibt einen Überblick über alle solche bisherigen Versuchsreihen. Er weist insbesondere auf die Unzulänglichkeit (bezüglich obiger Fragestellung) solcher Versuchsreihen hin, bei welchen der Beobachter nur einen kleinen Raumwinkel der Strahlung betrachtet (\textit{Bortkiewicz}, \textit{Fürth}). ``Wer sich über alle diese Verhältnisse, über die Theorie und ihre Anwendungen auf die Methodik der Zufallsschwankung genauer unterrichten will, sei auf die Arbeiten \textit{E. Schroedinger}s (Sitzungsberichte Wien 127, (1918), 237-262; 128 (1919), 177-237) verwiesen, der das ganze Problem in großer Allgemeinheit behandelte. Eine Arbeit Frl. \textit{Bormann}s hat, fußend auf dieser Theorie, wohl den ersten einwandfreien Beweis für das Zutreffen der \textit{Schweidler}schen Annahme über die Zufallsnatur des radioaktiven Atomzerfalls erbracht.'' Am Schluß der Arbeit befindet sich ein ausführliches Literaturverzeichnis.
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