Cours de mécanique céleste. I, II. (Q1452627)
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scientific article; zbMATH DE number 2589723
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Cours de mécanique céleste. I, II. |
scientific article; zbMATH DE number 2589723 |
Statements
Cours de mécanique céleste. I, II. (English)
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1926
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Die vorliegenden Vorlesungen über Himmelsmechanik haben ihre eigene Note. Sie erstreben es, numerisch brauchbare Lösungen der wichtigsten Probleme zu geben, die in der astronomischen Praxis wirklich auftreten. Die Behandlung rein theoretischer Fragen, wie die nach den periodischen Lösungen im eingeschränkten Dreikörperproblem, würde man vergeblich suchen. Im Mittelpunkt des ersten Bandes (s. JFM 49.0665.04) steht zwar das Problem der Bahnbestimmung der kleinen Planeten und der Kometen. Aber die Darstellung weicht von einem speziellen Werk über Bahnbestimmung erheblich ab. Es wird nicht mit der Kepler-Ellipse begonnen, um erst nach einer ganzen Weile auf die Bedeutung der Störungen hinzuweisen. Vielmehr wird in einem sehr reizvollen Eingangskapitel die Untersuchung der Bewegungsverhältnisse im Sonnensystem in voller Allgemeinheit in Angriff genommen und jeder nur denkbare Einfluß -- z. B. von fernen Fixsternen -- sorgsam abgeschätzt. Damit wird sogleich eine umfassende Grundlage gewonnen. Auch in der Einzelausführung geht Verf. immer wieder eigene Wege. So wählt er z. B. bei der Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate auf die Beobachtungen einer Erscheinung nicht die Variation der geozentrischen Distanzen, sondern er variiert die sechs Größen \(x\), \(y\), \(z\); \(x'\), \(y'\), \(z'\). Der zweite Band bringt die Theorie der großen Planeten, die Theorie des Mondes, die Bewegung von Erde und Mond relativ zu ihren Schwerpunkten, schließlich die Theorie der vier älteren Jupitertrabanten. Eine erstaunliche Fülle von Details ist in dem engen Raume eines nicht einmal sonderlich starken Bandes untergebracht! Das einzige, was man als Leser bedauert, ist das Fehlen einer übersichtlichen Tabelle der gewählten Bezeichnungen. Bei der Fülle der notwendigen Benennungen müssen zwangsläufig in einem solchen Werk gewisse Schwierigkeiten entstehen. Verf. wechselt von einem Kapitel zum anderen die Bezeichnung der Bahnelemente und der Anomalien so weitgehend, daß der Leser es zunächst störend empfinden muß und eine Übersicht vermißt. Aber das ist eine formale Kleinigkeit, der jeder, der das schöne Werk eingehend studiert, leicht selbst abhelfen kann. Besprechungen: Mathesis 40, 303; G. Tiercy, Enseignement 25, 303-306; M. Fréchet, Rev. générale des sc. 37, 475.
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