Quadratische Körper im Gebiete der höheren Kongruenzen. I: Arithmetischer Teil. II: Analytischer Teil. (Q1457417)
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scientific article; zbMATH DE number 2595414
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Quadratische Körper im Gebiete der höheren Kongruenzen. I: Arithmetischer Teil. II: Analytischer Teil. |
scientific article; zbMATH DE number 2595414 |
Statements
Quadratische Körper im Gebiete der höheren Kongruenzen. I: Arithmetischer Teil. II: Analytischer Teil. (English)
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1924
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Die beiden Arbeiten stellen eine Übertragung der gesamten arithmetischen und analytischen Theorie der quadratischen Zahlkörper über dem rationalen Zahlkörper auf den Fall der quadrati\-schen Körper \(K(\sqrt{D})\) über dem Körper \(K\) der rationalen Funktionen einer Unbestimmten \(t\) mit Koeffizienten aus dem Restklassenkörper nach einer Primzahl \(p\) dar. Nachdem im ersten arithmetischen Teil der Satz von der eindeutigen Zerlegbarkeit der Ideale in Primideale, die Endlichkeit der Idealklassenzahl \(h\), die Existenz einer Grundeinheit und ein Analogon zum quadratischen Reziprozitätsgesetz für die Körper \(K(\sqrt D)\) bewiesen ist, wird im zweiten, analytischen Teil das Analogon \(Z(s)\) zur Dedekindschen Zetafunktion von \(K(\sqrt D)\) studiert. Diese Funktion erweist sich als eine meromorphe Funktion von elementarem Charakter, die einer Funktionalgleichung des bekannten Typus genügt. Ihr Studium bei \(s=1\) oder \(s=0\) führt zu Ausdrücken für die Klassenzahl \(h\) durch gewisse Summen \(\sigma_\nu\) \((\nu=1,\dots,n-1\); \(n\) Grad von \(D\)) über quadratische Restcharaktere. Die Funktionalgleichung von \(Z(s)\) hat merkwürdige Reziprozitätsbeziehungen zwischen diesen \(\sigma_\nu\) zur Folge. Die Nullstellen \(\varrho\) von \(Z(s)\) (inkl. aller trivialen auf der Geraden \(\Re(s)=0\) gelegenen) ergeben sich aus den Wurzeln \(\beta_\nu\) der algebraischen Gleichung \(z^n+\sigma_1z^{n-1}+\cdots +\sigma_{n-1}=0\) durch \(\beta_\nu=p^0\). Eine Durchrechnung von etwa vierzig einfachen Beispielen bestätigt stets die Richtigkeit des Analogons zur Riemannschen Vermutung, d. h. \(| b_\nu| =\sqrt p\) für die nichttrivialen Nullstellen. Der allgemeine Nachweis dafür stößt auf Schwierigkeiten. Die Klassenzahl \(h\) läßt sich durch ein Produkt über die \(\beta_\nu\) darstellen, woraus sich unter Annahme der Richtigkeit des Analogons zur Riemannschen Vermutung Endlichkeitssätze über ``imaginäre'' Körper \(K(\sqrt D)\) mit vorgegebener Klassenzahl \(h\) oder auch nur vorgegebener Klassenzahl des Hauptgeschlechts ergeben. Die analytischen Methoden führen schließlich in üblicher Weise zur asymptotischen Berechnung der Anzahl der Primideale von \(K(\sqrt D)\) mit gegebener Absolutnorm (auch zum Analogon der expliziten Riemann-Mangoldtschen Formel hierfür), sowie der Anzahl Primfunktionen gegebenen Grades aus \(K\) in arithmetischen Progressionen.
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