Versuch einer neuen Grundlegung der statistischen Mechanik. (Q1464816)
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scientific article; zbMATH DE number 2603347
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Versuch einer neuen Grundlegung der statistischen Mechanik. |
scientific article; zbMATH DE number 2603347 |
Statements
Versuch einer neuen Grundlegung der statistischen Mechanik. (English)
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1921
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Der Verf. setzt sich zum Ziel, aus einer einzigen neuen und rein mechanischen Grundvorstellung exakt und widerspruchsfrei die Irreversibilität abzuleiten. Die bisherigen Theorien leiden seiner Ansicht nach an dem Mangel, daß sie von Annahmen über Gleichmöglichkeiten Gebrauch machen, wodurch im Grunde weniger das physikalische System als das Zugreifen des Physikers charakterisiert wird. Die neue Theorie des Verf. nun stützt sich auf die ``Allagodenhypothese'', die den Systemen das Bestreben nach Abwechslung zuschreibt. Unter Zugrundelegung einer gewissen Einteilung der Energiefläche in Zellen gilt nach dieser Voraussetzung: Jeder aus \textit{ganzen} Zellen bestehende Bereich, in den die Phasenkurve für das System eingedrungen ist, wird wieder einmal verlassen, und zwar nimmt die maximale Aufenthaltsdauer mit dem Maße eines Bereiches so ab, daß zu einem kleinen Maß eine Aufenthaltsdauer gehört, die unterhalb der durch Beobachtung feststellbaren Zeitstrecken gegeben ist. Aus dieser Hypothese leitet der Verf. ab, daß bei Prozeßbeginn die Entropie zunimmt, wenn sie nicht konstant bleibt, daß nach sehr langer Zeit eine Abnahme der Entropie stattfindet und daß sie jederzeit minimale Schwankungen erleidet. Schließlich wird hervorgehoben, daß sich die Allagodenhypothese nicht auf sämtliche \textit{mögliche} Bahnen bezieht, sondern nur auf die \textit{tatsächlich} durchlaufenen. Während also die Naturgesetze formale Aussagen über funktionale Verknüpfungen machen, betrifft die Allagodenhypothese die Anfangskonstellation. Wie der Verf. dem Referenten mitteilt, hat er in einer im Druck befindlichen Ergänzung einige Mängel dieser Theorie verbessert. So erhält z. B. die Allagodenhypothese einen Zusatz, nach dem für die Aufenthaltsdauer der Phasenbahn in den Zellen eine von deren Maß abhängige untere Schranke angenommen wird. Dieser Zusatz ist nötig, um den Schluß auf die Irreversibilität völlig korrekt zu gestalten. Weiter nimmt der Verf. dort zu den Einwendungen von A. Smekal (s. das folg. Referat) Stellung. Nur einen Teil dieser Einwendungen erkennt er als berechtigt an, vertritt aber die Ansicht, daß in seiner neuen Darstellung die Schwierigkeiten behoben sind.
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