Über die Lotabweichung am Hermannskogel, dem Fundamentalpunkte der österreichischen Triangulation. (Q1471869)
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scientific article; zbMATH DE number 2614296
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über die Lotabweichung am Hermannskogel, dem Fundamentalpunkte der österreichischen Triangulation. |
scientific article; zbMATH DE number 2614296 |
Statements
Über die Lotabweichung am Hermannskogel, dem Fundamentalpunkte der österreichischen Triangulation. (English)
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1917
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Die auf 27 Stationen einer Polygonkette längs eines Meridianstreifens Prag-Pola gemessenen astronomischen Azimute werden mit den geodätischen Azimuten des in sich ausgeglichenen österreichischen Netzes verglichen. Hieraus ergeben sich ohne weiteres die Lotabweichungen im System der Landesaufnahme bezogen auf das \textit{Bessel}sche Ellipsoid und auf den Triangulations- Nullpunkt Hermannskogel bei Wien. Auf Grund dieser Messungen wird ein plausibler Wert für eine Verschwenkung des Triangulationsnetzes abgeleitet, aus dem sich die azimutale Lotabweichung für den Nullpunkt Hermannskogel zu \(+8''.0 \pm 0''.5\) berechnet, in guter Übereinstimmung mit früheren Untersuchungen. Nach dem ein ausgeglichenes System azimutaler Lotabweichungen auf den 27 Stationen der Kette hergestellt ist, werden plausible geodätische Azimute für die Polygonseiten abgeleitet. Die mittlere Lotabweichung in Azimut längs des in Rede stehenden Meridianstreifens im Betrage von nur \(\pm 3''\) läßt auf Isostasie in der obersten Schicht der Erdkruste schließen. Die Ergebnisse werden näher diskutiert; u. a. ergibt sich, daß\ der Einfluß\ der Verbesserung des Fundamentalazimutes auf eine Verbesserung der \textit{Bessel}schen Halbachse zwar nur klein, aber nicht zu vernachlässigen ist, daß\ jedoch kein ausreichender Grund vorliegt, das \textit{Bessel}sche Ellipsoid als Referenzfläche für das Vermessungsgebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie aufzugeben; ferner daß\ sich für die mittlere Polhöhe und Länge des angenommenen Fundamentalpunktes und für das Azimut der zugrundegelegten Fundamentalrichtung solche Werte, die zu einem sich im ganzen Vermessungsgebiet den astronomischen Koordinaten am besten anschließenden System geodätischer Koordinaten führen, erst nach weiterer Verdichtung des Netzes geodätischer und astronomischer Stationen und nach erfolgten Anschlüssen an die Lotabweichungssysteme benachbarter Länder werden angeben lassen.
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