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Über die Entstehung einer turbulenten Flüssigkeitsbewegung. - MaRDI portal

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Über die Entstehung einer turbulenten Flüssigkeitsbewegung. (Q1478096)

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scientific article; zbMATH DE number 2623058
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English
Über die Entstehung einer turbulenten Flüssigkeitsbewegung.
scientific article; zbMATH DE number 2623058

    Statements

    Über die Entstehung einer turbulenten Flüssigkeitsbewegung. (English)
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    1913
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    Die Untersuchung beschäftigt sich mit der ebenen Strömung einer Flüssigkeit zwischen zwei parallelen, ebenen, vertikal stehenden Wänden, von denen die eine ruht, während die andere mit konstanter Geschwindigkeit in ihrer eigenen Ebene horizontal bewegt wird. Dies ist die den theoretischen Untersuchungenvon \textit{H. A. Lorentz} und \textit{A. Sommerfeld} zugrundegelegte vereinfachte Darstellung der von \textit{Couette} (F. d. M. 22, 964 (JFM 22.0964.*), 1890) verwandten experimentellen Anordnung, bei der die Flüssigkeit zwischen koaxialen Kreiszylindern strömte, von denen der eine ruhte, der andere gleichförmig gedreht wurde. Nach einem von \textit{v. Mises (Weber} - Festschrift; F. d. M. 43, 401 (JFM 43.0401.*), 1912) erhaltenen Resultate liegt es nahe, anzunehmen, daß\ die Laminarströmung zwar tatsächlich für alle Geschwindigkeiten stabil ist, solange nur kleine störende Kräfte auf sie wirken, daß\ sie aber oberhalb der kritischen Geschwindigkeit labil wird, wenn die Größe der Störungen eine gewisse Grenze überschreitet; ähnlich wie eine Kugel, die auf der Spitze eines Berges in einer kleinen Vertiefung liegt, nach der Methode der kleinen Schwingungen sich als stabil herausstellen würde, während recht kleine, aber endliche Anstöße schon genügen, um sie ins Rollen zu bringen. Der Verf. versucht, dieser Frage näher zu kommen, indem er von einer laminaren anfänglichen Geschwindigkeitsverteilung ausgeht, die aber von der Geschwindigkeitsverteilung der stationären Laminarbewegung endlich verschieden ist. Der nun folgende Strömungszustand kann eine nicht stationäre Laminarbewegung sein, vermittelst deren die Geschwindigkeitsverteilung sich asymptotisch der der stationären Laminarbewegung nähert. Die Frage, ob diese nichtstationäre Laminarbewegung stabil ist, wird durch die Betrachtung eines speziellen Falles beantwortet. Indem ein einfaches Gesetz für den anfänglichen Zustand angenommen wird, ergibt sich, daß\ jene Laminarbewegung für genügend große Wandgeschwindigkeiten nicht mehr stabil ist. Die nichtstationäre Laminarbewegung, die zur stationären zurückführen würde, tritt also tatsächlich nicht ein, sondern eine nichtlaminare turbulente Bewegung. Ihr näherer Charakter bleibt noch unbekannt; es wird aber vermutet, daß\ sie nicht zur stationären Laminarbewegung führt, sondern zu der experimentell bekannten turbulenten Strömungsform. Hierin wird ein tatsächlicher Hinweis auf den instabilen Charakter der stationären Laminarbewegung erblickt. Der Eintritt der Instabilität in diesem Sinne bedeutet eine obere Grenze für die ``kritische'' Geschwindigkeit.
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