On the constitution of atoms and molecules. (Q1478217)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2623200
Language Label Description Also known as
English
On the constitution of atoms and molecules.
scientific article; zbMATH DE number 2623200

    Statements

    On the constitution of atoms and molecules. (English)
    0 references
    1913
    0 references
    ``In der vorliegenden Abhandlung ist versucht worden, eine Theorie des Baues der Atome und der Molekeln auf der Grundlage der Gedanken zu entwickeln, die \textit{Planck} eingeführt hat, um der Strahlung aus einem schwarzen Körper gerecht zu werden, und die Theorie des Gefüges von Atomen, die \textit{Rutherford} in Vorschlag gebracht hat, um die Zerstreuung der \(\alpha\)-Teilchen durch die Materie zu erklären. \textit{Plancks} Theorie beschäftigt sich mit der Emission und Absorption der Strahlung aus einem Atomvibrator von konstanter Frequenz, unabhängig von dem Energiebetrage, den das System in dem betrachteten Augenblick besitzt. Die Annahme solcher Vibratoren schließt jedoch die Annahme quasielastischer Kräfte ein und ist unverträglich mit der \textit{Rutherford} schen Theorie, nach der alle Kräfte zwischen den Teilchen eines Atomensystems dem Quadrate des Abstandes voneinander proportional sind. Um also die von \textit{Planck} erlangten Hauptergebnisse anzuwenden, ist es nötig, neue Annahmen bezüglich der Emission und Absorption der Strahlung durch ein Atomensystem einzuführen. Die in der Abhandlung benutzten Hauptannahmen sind die folgenden: 1. Die Energiestrahlung wird nicht ausgesandt (oder verschluckt) auf die in der gewöhnlichen Elektrodynamik angenommene stetige Art, sondern nur während des Überganges der Systeme zwischen zwei stationären ``Zuständen''. 2. Das dynamische Gleichgewicht der Systeme in den stationären Zuständen wird durch die gewöhnlichen Gesetze der Mechanik beherrscht, während diese Gesetze nicht bestehen für den Übergang der Systeme zwischen den verschiedenen stationären Zuständen. 3. Die während des Überganges eines Systems zwischen zwei stationären Zuständen ausgesandte Strahlung ist homogen, und die Beziehung zwischen der Frequenz \(\nu\) und dem gesamten ausgesandten Energiebetrage \(E\) wird durch \( h\nu \) gegeben, wo \(h\) die \textit{Planck} sche Konstante ist. 4. Die verschiedenen stationären Zustände eines einfachen Systems, das aus einem um einen positiven Kern rotierenden Elektron besteht, werden durch die Bedingung bestimmt, daß\ das Verhältnis der während der Bildung der Konfiguration ausgesandten Gesamtenergie und der Drehfrequenz des Elektrons ein ganzes Vielfaches von \(\frac 12h\) ist. Nimmt man an, die Bahn des Elektrons sei kreisförmig, so ist diese Annahme gleichwertig mit der andern, daß\ die Winkelbewegungsgröße des Elektrons um den Kern ein ganzes Vielfaches von \(h/2\pi\) ist. 5. Der permanente Zustand eines Atomensystems, d. h. der Zustand, bei welchem die ausgesandte Energie ein Größtes ist, wird durch die Bedingung bestimmt, daß\ die Winkelbewegungsgröße jedes Elektrons um das Zentrum seiner Bahn gleich \( h/2\pi \) ist. Durch Anwendung dieser Annahmen auf \textit{Rutherfords} Atommodell ist es möglich, den Gesetzen von \textit{Balmer} und \textit{Rydberg} gerecht zu werden, welche die Frequenz der verschiedenen Linien in dem Linienspektrum eines Elementes verbinden. Ferner werden Umrisse für eine Theorie des Baues der Atome der Elemente gegeben, sowie der Bildung von Molekeln chemischer Verbindungen; sie steht, wie nachgewiesen wird, in angenäherter Übereinstimmung mit der Erfahrung. Der enge Zusammenhang zwischen der vorliegenden Theorie und den neueren Theorien der Strahlung von einem schwarzen Körper und der spezifischen Wärme liegt zutage. Da ferner bei der gewöhnlichen Elektrodynamik das magnetische Moment, das von einem in einer Kreisbahn rotierenden Elektron herrührt, der Winkelbewegungsgröße proportional ist, so dürfen wir eine enge Beziehung zu der von \textit{Weiß} ersonnenen Theorie der Magnetonen erwarten. Die Entwicklung einer eingehenden Theorie der Wärmestrahlung und des Magnetismus auf dem Grunde der gegenwärtigen Theorie erfordert jedoch die Einführung zusätzlicher Annahmen über das Verhalten gebundener Elektronen in einem elektromagnetischen Felde. Der Verf. hofft später auf diese Fragen zurückzukommen.''
    0 references
    0 references

    Identifiers