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Über selektive Absorption. - MaRDI portal

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Über selektive Absorption. (Q1478502)

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scientific article; zbMATH DE number 2623500
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English
Über selektive Absorption.
scientific article; zbMATH DE number 2623500

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    Über selektive Absorption. (English)
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    1913
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    Zusammenfassung: I. Es werden zwei verschiedene Arten selektiver Absorption definiert: die Gesamtabsorption schlechthin, wenn die Lichtquelle ein schmaler Streifen aus einem kontinuierlichen Spektrum ist; die Linienabsorption, wenn als Lichtquelle eine Spektrallinie dient, die von einem Körper emittiert wird, der mit dem absorbierenden identisch ist. Beide Arten von Absorption können unter Voraussetzung der Gültigkeit der \textit{Drude}schen Dispersionstheorie und der aus ihr abgeleiteten Absorptionstheorie berechnet werden. II. Die Gesamtenergie schlechthin ergibt sich auf diese Weise der Breite des ausgeschnittenen Spektralstreifens umgekehrt proportional; bei geringer Zahl der absorbierenden Zentren ist sie ferner dieser Zahl proportional und von der Dämpfung unabhängig; bei großer Zahl der Zentren dagegen ist sie (in erster Näherung) der Wurzel aus dieser Anzahl und der Wurzel aus der Dämpfung proportional. Die gleiche Abhängigkeit von der Zentrendichte und der Dämpfung zeigt die Gesamthelligkeit einer Spektrallinie, falls Proportionalität von Emissions-{} und Absorptionsvermögen vorausgesetzt wird. III. Für die Linienabsorption ergibt sich unter derselben Voraussetzung das bemerkenswerte Resultat, daß sie in erster Näherung bei wachsender Zahl der absorbierenden Zentren dem universalen Grenzwert \(2-\sqrt 2,\) also etwa 60\%, zustrebt. Infolgedessen nähert sich das Verhältnis der Helligkeit zweier hintereinander gestellten identischen Schichten eines selektiv emittierenden und absorbierenden Körpers zur Helligkeit der einfachen Schicht mit wachsender Zahl der absorbierenden Zentren dem Grenzwert \(\sqrt 2.\) IV. Die Messungen \textit{Gouys} an gefärbten Flammen bestätigen die vorangehenden Resultate der Nr. II in bemerkenswerter Weise. Die aufgestellten Integralgesetze bilden somit einen Prüfstein für die möglichen Formen der Absorptionskurve und der Emissionskurve. Die \textit{Rayleigh}sche Intensitätsverteilung, die zu einem andern Integralgesetz für die Linienabsorption führt, stellt demnach die Erscheinungen leuchtender Metalldämpfe und Flammen höchst wahrscheinlich nicht dar.
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