Molekularströmung und Temperatursprung. Ein Beitrag zur kinetischen Theorie verdünnter Gase. (Q1478816)
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scientific article; zbMATH DE number 2623832
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Molekularströmung und Temperatursprung. Ein Beitrag zur kinetischen Theorie verdünnter Gase. |
scientific article; zbMATH DE number 2623832 |
Statements
Molekularströmung und Temperatursprung. Ein Beitrag zur kinetischen Theorie verdünnter Gase. (English)
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1913
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In der Abhandlung wird die Strömung in einem porösen Medium untersucht. Das Problem ist wesentlich identisch mit dem der Elektronenbewegung in Metallen und kann mit der von \textit{H. A. Lorentz} angegebenen Methode behandelt werden. Mit Hülfe dieser Analogie erhält man aus den \textit{Lorentz}schen Formeln für den Elektronenstrom und den Wärmestrom unmittelbar die entsprechenden Beziehungen zwischen Gasstrom und Wärmestrom einerseits, Druck- und Temperaturgefälle andererseits. Überträgt man die so gewonnenen Resultate auf die Strömung in Kapillaren und auf den Wärmeübergang zwischen Platten im hohen Vakuum, so erhält man (bis auf Zahlenfaktoren) die einfachsten \textit{Knudsen}schen Formeln für die reine Molekularströmung und molekulare Wärmeleitung. Die Gesetze der Molekularströmung und der molekularen Wärmeleitung einerseits, der gewöhnlichen Gasdynamik und Wärmeleitung andererseits erscheinen somit als zwei Grenzfälle einer allgemeinen Theorie, die in der Abhandlung entworfen wird; dieselbe bietet auch die Möglichkeit weiterer Annäherungen von den beiden extremen Fällen aus. Am Schluß\ wird gezeigt, daß\ sich auch der Temperatursprung dieser Auffassung einordnen läßt, wenn man die feste Wand als poröses Material betrachtet, in dessen Hohlräume das Gas ein wenig eindringt (Adsorptionshypothese). Das Ziel ist, zu zeigen, was die Theorie ohne besondere Annahme über die Art der Reflexion der Molekeln an der Wand (wie sie von \textit{Knudsen} und \textit{Smoluchowski} gemacht sind) leistet. Man gelangt zu Resultaten, die zunächst höchstens der Größenordnung nach mit der Erfahrung stimmen. Die Theorie muß\ also verbessert werden.
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