Über einige Fragen, betreffend die Theorie der Maxima und Minima mehrfacher Integrale. (Q1483511)
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scientific article; zbMATH DE number 2629821
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über einige Fragen, betreffend die Theorie der Maxima und Minima mehrfacher Integrale. |
scientific article; zbMATH DE number 2629821 |
Statements
Über einige Fragen, betreffend die Theorie der Maxima und Minima mehrfacher Integrale. (English)
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1911
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Die Arbeit gibt einen sehr elegenten Abriß einiger Hauptpunkte aus der Theorie der Extrema mehrfacher Integrale in Parameterdarsellung, wobei die Analogie mit der \textit{Weierstraß}schen Theorie der Extrema einfacher Integrale in Parameterdarstellung stark hervortritt. Sei \[ (1)\quad x_i=x_i(u_1,u_2,\dots,u_n)\quad (i=0,1,\dots,n) \] eine \(n\)-dimensionale Fläche im \((n+1)\)-dimensionalen Raume der Koordinaten \(x_0,x_1,\dots,x_n\); sei ferner: \[ p_h=(-1)^h\left|\frac{\partial x_0}{\partial u_k},\cdots,\frac{\partial x_{h-1}}{\partial u_k},\frac{\partial x_{h+1}}{\partial u_k},\cdots,\frac{\partial x_n}{\partial u_k}\right|\quad (k=1,2,\dots,n), \] so daß die \(p_h\) proportional sind den Richtungskosinus der Normalen auf (1). Damit das Integral; \[ I=\int\varPhi\left(x_i,\frac{\partial x_i}{\partial u_k}\right)\,du_1\cdots du_n \] unabhängig sei von der speziellen Wahl der Parameter, ist notwendig und hinreichend, daß \(\varPhi\) die Form \(\varPhi=F(x_i,p_i)\) und in den \(p_i\) positiv-homogen von erster Ordnung sei. Daraus ergibt sich ein Darstellung der \(\frac{(n+1)(n+2)}2\) partiellen Ableitungen \(F_{p_ip_k}^{''}\) durch \(\frac{n(n+1)}2\) Ausdrücke \(\varPhi_{rs}\), die dem \textit{Weierstraß}schen \(F_1\) des einfachsten Problemes analog sind. Die erste Variation läßt sich auf die Form bringen: \[ \delta l=\pm\int\left|F_{p_1}^{'},\delta x_i,\frac{\partial x_i}{\partial v_1},\dots,\frac{\partial x_i}{\partial v_{n1}}\right|_{(i=0,1,\dots,n)}dv_1\cdots dv_{n-1}+\int T\sum_{i=0}^np_i\delta x_i\,du_1\cdots du_n, \] wo das erste Integral über den \((n-1)\)-dimensionalen Rand des betrachteten \(n\)-dimensionalen Flächenstückes zu erstrecken und \[ T=\sum_{i=0}^nF_{x_ip_i}^{''}\sum_{r,s=1}^n\varPhi_{rs}\sum_{h=0}^np_h\frac{ \partial ^2x_h}{\partial u_r\partial u_s} \] gesetzt ist. Hieraus ergibt sich die partielle Differentialgleichung der Extremalen: \(T=0\) und die Transversalitätsbedingung: \[ \sum_{h=0}^nF_{p_h}^{'}\pi_h=0, \] wenn \(\pi_0,\dots,\pi_n\) proportional den Richtungskosinussen eines gegebenen Flächenelementes sind. -- Es gelingt nun innerhalb eines Extremalenfeldes sehr leicht, das Analogen des \textit{Hilbert}schen Unabhängigkeitssatzes und des \textit{Kneser}schen Transversalensatzes zu beweisen und die Integraldifferenz durch die \(E\)-Funktion: \[ E(x_i,p_i,\overline p_i)=F(x_i,\overline p_i)\sum_{k=0}^n\overline p_kF_{p_k}^{'}(x_i,p_i) \] auszudrücken, woraus sich bei definitem Zeichen der \(E\)Funktion die bekannten hinreichenden Bedingungen ergeben. Endlich wird, in Analogie mit der \textit{Weierstraß}schen Verallgemeinerung des Kurvenintegrales, eine Verallgemeinerung des Begriffes des Flächenintegrales angedeutet.
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