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Beweis der Invarianz der Dimensionenzahl. - MaRDI portal

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Beweis der Invarianz der Dimensionenzahl. (Q1483526)

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scientific article; zbMATH DE number 2629837
Language Label Description Also known as
English
Beweis der Invarianz der Dimensionenzahl.
scientific article; zbMATH DE number 2629837

    Statements

    Beweis der Invarianz der Dimensionenzahl. (English)
    0 references
    1911
    0 references
    Seit \textit{G. Cantor} gezeigt hat, daß\ es möglich ist, zwei Mannigfaltigkeiten von verschiedener Dimensionszahl eineindeutig aufeinander abzubilden, ist von verschiedenen Seiten der Beweis versucht worden, daß\ dies unter der Annahme eineindeutiger \textit{und stetiger} Abbildung nicht mehr möglich ist. \textit{Lüroth} hat in Math. Ann. 63, 222-238 (F. d. M. 37, 445, 1906) diesen Beweis für Dimensionszahlen \(\leqq 3\) erbracht, \textit{Brouwer} gibt hier den ersten \textit{allgemeinen} Beweis für diesen fundamentalen Satz. Zuerst wird der \textit{Hülfssatz} bewiesen: Wenn in einem \(q\)-dimensionalen Raume bei einer eineindeutigen und stetigen Abbildung eines \(q\)-dimensionalen Würfels das Maximum der Verrückungen kleiner ist als die halbe Kantenlänge, so existiert ein konzentrischer und homothetischer Würfel, der ganz in der Bildmenge liegt. Die wichtigsten Beweishülfsmittel sind: Die \textit{simpliziale Zerlegung} der Mannigfaltigkeiten, d. h. ihre Zerlegung in Simplexe, die als Verallgemeinerung der Triangulation eines ebenen Flächenstücks anzusehen ist. Dann die Approximation einer vorgelegten eindeutigen und stetigen Abbildung durch \textit{simpliziale Abbildungen}, die dadurch entsteht, daß\ man die Eckpunkte der Simplexe der Zerlegung in der vorgeschriebenen Weise abbildet, während das Innere jedes Simplexes mittels der durch die Zuordnung seiner Eckpunkte bestimmten Affinität abgebildet wird. Endlich der Begriff des \textit{Abbildungsgrades}, d. i. die Differenz aus der Anzahl der Bildsimplexe mit positiver ``Indikatrix'' und der Anzahl der Bildsimplexe mit negativer Indikatrix, die bei einer simplizialen Abbildung einen Bildpunkt überdecken. Auf Grund des Hülfssatzes wird nun indirekt gezeigt: \textit{Satz 1}. In einem \(m\)-dimensionalen Raum enthält das eineindeutige und stetige Abbild eines \(m\)-dimensionalen Bereiches in beliebiger Nähe eines beliebigen seiner Punkte einen Bereich. Daraus folgt weiter \textit{Satz 2}: Eine \(m\)- dimensionale Mannigfaltigkeit kann nicht das eineindeutige und stetige Bild eines Bereiches von höherer Dimensionenzahl enthalten. Umgekehrt gilt \textit{Satz 3}: In einer \(m\)- dimensionalen Mannigfaltigkeit ist das eineindeutige und stetige Abbild eines Bereiches von geringerer Dimensionenzahl nirgends dicht. In den Sätzen 2 und 3 liegt die Invarianz der Dimensionenzahl.
    0 references

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