Leçons sur les hypothèses cosmogoniques professées à la Sorbonne. Rédigées par \textit{Henri Vergne}. (Q1484406)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2632034
Language Label Description Also known as
English
Leçons sur les hypothèses cosmogoniques professées à la Sorbonne. Rédigées par \textit{Henri Vergne}.
scientific article; zbMATH DE number 2632034

    Statements

    Leçons sur les hypothèses cosmogoniques professées à la Sorbonne. Rédigées par \textit{Henri Vergne}. (English)
    0 references
    1911
    0 references
    In der Vorrede, die von \textit{Poincaré} selbst abgefaßt ist, wird eine Übersicht über die wichtigsten Theorien gegeben, die bisher aufgestellt sind, und zuletzt spricht der Verf. seine persönliche Ansicht in den folgenden Worten aus: ``Wenn das Sonnensystem allein vorhanden wäre, so würde ich mich nicht bedenken, der alten \textit{Laplace}schen Hypothese den Vorzug zu geben; es bleibt sehr wenig zu tun, wenn man sie neu bearbeiten will. Aber die Mannigfaltigkeit der Sternsysteme nötigt uns, den Rahmen bedeutend zu erweitern. Wenn die \textit{Laplace}sche Hypothese nicht ganz aufgegeben werden soll, müßte sie so gewandelt werden, daß\ sie nur noch eine dem Sonnensystem angepaßte Form einer allgemeinen Hypothese wäre, die auf das ganze Universum Anwendung fände und uns zugleich die verschiedenen Schicksale der Gestirne erklärte, sowie auf welche Art jedes von ihnen sich seinen Platz in dem großen Ganzen verschafft hat. Betreffs dieses Punktes sind aber die Daten nicht ausreichend, und wir haben noch viel von. der Beobachtung zu erwarten. Existieren die beideu Sternströme \textit{Kapteyns,} und bestehen noch andere? Was sind die Nebelflecke und insbesondere die Spiralnebel? Befinden sie sich in enormen Entfernungen außerhalb der Milchstraße, und sind sie selbst aus der Ferne erschaute Milchstraßen? Oder ist es trotz der Natur ihres Spektrums unmöglich, sie mit Anhäufungen wirklicher Sterne zu vergleichen? Dürfen wir bezüglich der Parallaxe des Andromedanebels die \textit{Bohlin}sche Messung annehmen nebst dem Schluß, den \textit{See} daraus zieht, der dieses Objekt des Himmels als zweifellos aus Sonnen gebildet vorstellen möchte, aber von Sonnen in der Größe der Asteroiden, die zwischen Mars und Jupiter kreisen? Ist es angängig, anzunehmen, daß\ unsere Sonne aus einer der Arten von Nebeln hervorgegangen ist, die wir kennen, z. B. der spiralförmigen oder planetaren oder der ringförmigen? Das ist eine Frage, auf die man die Antwort erst dann zu geben wagen wird, wenn man die Natur, die Entfernung und somit die Dimensionen dieser Körper besser kennt. Eine für jedermann auffällige Tatsache ist die Spiralform gewisser Nebel; sie tritt viel zu oft auf, als daß\ man meinen könnte, sie sei zufällig. Man versteht, wie weit jede Theorie, die hiervon absieht, noch von der Vollständigkeit entfernt ist. Keine der Theorien gibt hiervon auf befriedigende Weise Rechenschaft, und die Erklärung, die ich selbst einmal als Zeitvertreib gegeben habe, ist nicht mehr wert als die übrigen. Wir können also nur mit einem Fragezeichen schließen.'' \textit{Inhalt.} I. Hypothese von \textit{Kant} II. Hypothese von \textit{Laplace.} III. Zergliederung der \textit{Laplace}schen Hypothese. Arbeiten von \textit{Roche.} Untersuchung der Stabilität eines Ringes. Bildung der Satelliten. 1. Niveauflächen. 2. Notwendigkeit der Hypothese einer zentralen Verdichtung. 3. Sukzessive Bildung der Ringe. 4. Erörterung der Hypothese einer gleichförmigen Rotation. 5. Untersuchung der Stabilität eines Ringes. Saturnringe. 6. Zerreißung der \textit{Laplace}schen Ringe. Bildung der Planeten. 7. Bildung der Satelliten. 8. Einwände gegen die \textit{Laplace}sche Theorie. IV. Hypothese von H. Faye. V. Hypothese von R. \textit{du Ligondès} (1897). VI. Hypothese von J. J. \textit{See} (1910). VII. Theorie von Sir G. H. \textit{Darwin} (1879 bis 1882). 1. Allgemeines. 2. Die Exzentrizitäten und die Neigung der Mondbahn werden als Null vorausgesetzt. 3. Allgemeiner Fall. 4. Beschleunigender Einfluß\ der Abkühlung. 5. Hypothesen über die Bildung des Mondes. VIII. Über die Quelle der Sonnen- und der Erdwärme. 1. Sonnenwärme. 2. Erdwärme. 3. Adiabatisches Gleichgewicht eines vollkommenen Gases. IX. Theorie von Sir \textit{Norman Lockyer} (1904 und 1905). X.Theorie von A.\textit{Schuster} (1903). XI. Theorie von \textit{Svante Arrhenius}. XII. Die Milchstraße und die Gastheorie. XIII. Bildung der Spiralnebel nach \textit{See}. XIV. Hypothese von É. \textit{Belot}. Die Darstellung ist nicht etwa bloß\ historisch referierend, auch nicht auf den Standpunkt eines Unterhaltungsbuches für jedermann hinuntergedrückt. Alle Fragen sind mathematisch durchgearbeitet; der Leser muß\ mit genügenden Kenntnissen aus der reinen Mathematik, der mathematischen Physik und der Astronomie ausgerüstet sein, um dem Verf. in seinen Schlüssen folgen zu können, wird dann aber auch, wie aus den sonstigen Schriften des leider zu früh verewigten Verf., auch aus diesem Buche viele Anregungen empfangen.
    0 references
    0 references

    Identifiers