Zur Theorie einatomiger fester Körper. (Q1485494)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Zur Theorie einatomiger fester Körper. |
scientific article; zbMATH DE number 2631403
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Zur Theorie einatomiger fester Körper. |
scientific article; zbMATH DE number 2631403 |
Statements
Zur Theorie einatomiger fester Körper. (English)
0 references
1911
0 references
Die Grundhypothesen des Verf. sind folgende: Die anziehende Kraft zwischen den Atomen ist gleich der \textit{van der Waals}schen Kohäsionskraft, der von dieser Kraft herrührende Teil der inneren potentiellen Energie des Grammatoms beim absoluten Nullpunkte daher \(V_{1_0}=- A/v_0\). Von der abstoßenden Kraft zwischen den Atomen wird vorausgesetzt, daß\ sie sich nach einer erheblich höheren Potenz \(m\) des reziproken Abstandes ändert, also analog dem vorigen \(V_{2_0}=+B/v_0^m\). Durch Wirkung beider Kräfte werden die Atome beim absoluten Nullpunkte an bestimmten Gleichgewichtslagen gehalten, die sich bei höherer Temperatur entsprechend der Volumenausdehnung verschieben. Die gesamte Schwingungsenergie der bei höheren Temperaturen Sinusschwingungen ausführenden Atome soll durch \(\int_0^T C_0 dT\) gegeben sein. Von diesen Hypothesen aus werden zwei voneinander unabhängige Wege eingeschlagen. Der eine führt über den \textit{Clausius}schen Virialsatz zu einer angenäherten Zustandsgleichung fester Körper und lehrt damit, die thermischelastischen Eigenschaften der Substanz auf wenige charakteristische Größen zurückzuführen. Der andere Weg vermittelt die Kenntnis der Eigenfrequenz des Atoms und ihrer Beziehungen zu den thermisch-elastischen Eigenschaften. In der Diskussion über diesen Vortrag bemerkte \textit{Nernst}: ``Sie haben wohl alle den Eindruck gewonnen, daß\ wir jetzt so weit sind, auch den festen Aggregatzustand molekulartheoretisch zu behandeln, und es ist zu hoffen, daß\ wir bald eine ähnliche vollständige Theorie auch für den festen Aggregatzustand bekommen werden, wie wir sie für die Gase seit langem besitzen.''
0 references