Über die Umkehrung von Spektrallinien. (Q1487793)
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scientific article; zbMATH DE number 2635429
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über die Umkehrung von Spektrallinien. |
scientific article; zbMATH DE number 2635429 |
Statements
Über die Umkehrung von Spektrallinien. (English)
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1910
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(Siehe JFM 41.0924.02, JFM 41.0924.03, JFM 41.0924.04, JFM 41.0924.05) Während die ersten Artikel zum Teil experimentell sind und sich in ihrem Verlaufe polemisch gestalten, ist der letzte Aufsatz rein theoretisch und gibt in der Einleitung, der wir hier folgen, eine Übersicht über die Frage, um die es sich handelt. Bei einer Wiederholung der \textit{Pflüger}schen Versuche an leuchtendem Wasserstoff (Ann. der Phys. (4) 24, 515-526, 1907) hat Ladenburg unter Verwendung stärkerer Dispersion gewisse Umkehrungserscheinungen beobachtet, die er selbst als Beweis dafür ansieht, daß innerhalb der untersuchten Linie der Quotient \(E/A\), Emission durch Absorption, nicht konstant sei. Hieraus schließt er weiter, daß die Strahlung des Wasserstoffs keine Temperaturstrahlung sei. Im Gegensatz hierzu zeigt \textit{Pflüger}, daß diese Erklärung zwar möglich, aber nicht notwendig ist; die beobachtete Erscheinung lasse sich ebensogut für konstantes \(E/A\) erklären, wenn berücksichtigt werde, daß die emittierende Röhre bei \textit{Ladenburg} keineswegs ein dem kontinuierlichen Spektrum eines schwarzen Körpers gleichendes Spektrum liefert, sondern an der Stelle der Wasserstofflinien diffuse Maxima besitzt. Er hat damit die Erscheinung mit der von spektroskopischen Beobachtern häufig diskutierten und beobachteten mehrfachen Umkehrung von Spektrallinien identifiziert und zugleich zur Erklärung der letzteren beigetragen. Beim Anblick der \textit{Ladenburg}schen Abbildungen erinnerte sich \textit{Konen} der früher von ihm und \textit{Hagenbach} beschriebenen Umkehrungserscheinungen (Astrophys.i Journ. 19, 110-114, 1904), und nach Einsicht in die ersten der obigen Artikel meint er, daß seine Notiz doch neben der von \textit{Pflüger} noch einiges Interesse besitze, da sie einen ganz anderen Weg einschlage und zudem die an Spektrallinien auftretenden Umkehrungserscheinungen auf etwas einfachere und strengere Weise zu übersehen gestatte als die bisherigen Darstellungen. Das Ergebnis der dann folgenden Diskussion läßt sich so zusammenfassen: Damit Umkehrungen eintreten, ist notwendig, daß die emittierende Lichtquelle eine höhere Temperatur besitze als die absorbierende. Liefert der emittierende Körper ein kontinuierliches Spektrum, so ist nur eine einfache Umkehrung möglich; sie tritt ein, wenn \(E_1>e''\). Liefert der emittierende Körper ein Spektrum mit ausgesprochenem Maximum in der Nähe der Linie des absorbierenden Körpers, so tritt in der Mitte dieser (unter genau angegebenen Bedingungen) stets eine Umkehrung auf. Außerhalb der Mitte sind Umkehrungen nicht möglich, wo beide Kurven \(F_1\) und \(F_2\) (die vorher definiert sind) einen Wendepunkt besitzen. Sie können dagegen auftreten an allen Stellen, wo das Produkt \(F_1F_2\) ein Minimum besitzt.
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