Paul Tannery. (Q1491110)
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scientific article; zbMATH DE number 2639621
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Paul Tannery. |
scientific article; zbMATH DE number 2639621 |
Statements
Paul Tannery. (English)
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1908
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Abgesehen von einigen Änderungen und Zusätzen ist dieser Aufsatz ein Abdruck des Vortrags in den Rapports et Comptes rendus du IIième Congrès international de Philosophie, Genève 1904, veröffentlicht [Genève: Kündig (1905)]. Paul Tannery (vgl. JFM 36.0029.05) wurde am 30. Dezember 1843 zu Mantes-la-Jolie (Seine-et-Oise) geboren. Mit 17 Jahren wurde er in die Ecole Polytechnique aufgenommen. Er las sehr viel und hatte ein bewundernswertes Gedächtnis. Nach dem Verlassen der polytechnischen Schule trat er in die Ecole d'application des tabacs. Neben seinen amtlichen Arbeiten beschäftigte er sich mit Fragen des mathematischen Unterrichts, die er von einem höheren philosophischen Standpunkte aus behandelte, besonders beeinflußt durch das Studium des Cours de Philosophie positive von Auguste Comte. Nebenbei lernte er Hebräisch. Nach Absolvierung der Ecole d'application wurde er zum Sous-ingénieur an der Tabaksmanufaktur zu Lille ernannt. Nach Paris zurückgekehrt, wurde er 1867 Sous-chef im Bureau des Finanzministeriums. An der Verteidigung von Paris nahm er als Capitaine teil; 1894 erhielt er den Charakter eines Lieutenant-colonel d'artillerie territoriale. 1887--1890 lebte er als Direktor der Tabaksmanufaktur zu Bordeaux. Inzwischen trieb er die alten Sprachen mit unermüdlichem Eifer und erweiterte durch fleißige Studien sein umfangreiches Wissen. 1894 wurde er zum Direktor der Tabaksmanufaktur zu Pantin ernannt. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten betrafen die Geschichte der Wissenschaften und der Philosophie im Altertum im Mittelalter, im 16. und 17. Jahrhundert. Über seine zahlreichen Arbeiten über die Geschichte der Mathematik ist im Jahrbuche regelmäßig berichtet worden. Die Titel der einzelnen Werke werden im vorliegenden Nekrologe aufgeführt. Eine große Zahl von Werken wurde durch seinen frühzeitigen Tod unterbrochen. Paul Tannery beteiligte sich auch an der Herausgabe der Werke Descartes', Fermats, Diophants; mehrere Neuausgaben älterer Mathematiker, wie Euklids, Nikomachus' und anderer liegen druckreif vor. Die Tätigkeit Paul Tannerys auf den internationalen Kongressen in Paris 1900 und Rom 1903 ist noch in aller Gedächtnis. Gewiß war Paul Tannery der Geeignetste für den Lehrstuhl der Wissenschaftsgeschichte, auf den ihn die Akademie der Wissenschaften zu Paris fast einstimmig berufen wollte, und doch wurde ein anderer an das Collège de France berufen -- ein Mineraloge, und zwar aus politischen Rücksichten. In Frankreich und im Auslande war die Entrüstung über diesen politischen Akt allgemein. Wie unrecht man getan, zeigt die Veröffentlichung des Cours, den auf dem neuen Lehrstuhl zu halten Paul Tannery sich vorbereitet hatte. Im vorliegenden Nekrolog wird ein Abriß\ davon veröffentlicht. Paul Tannery starb am 27. November 1904 zu Pantin.
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Obituary
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