Theorie der Elektrizität. Zweiter Band. Elektromagnetische Theorie der Strahlung. 2. Auflage. (Q1493283)
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scientific article; zbMATH DE number 2642344
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Theorie der Elektrizität. Zweiter Band. Elektromagnetische Theorie der Strahlung. 2. Auflage. |
scientific article; zbMATH DE number 2642344 |
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Theorie der Elektrizität. Zweiter Band. Elektromagnetische Theorie der Strahlung. 2. Auflage. (English)
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1908
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Die zweite Auflage, die sich von der ersten nicht wesentlich unterscheidet, weist hauptsächlich folgende Änderungen auf: Der Nachweis der Eindeutigkeit für die Reaktionskraft der Strahlung ist in \(\S\) 15 fortgefallen und wird in \(\S\) 49 durch Anwendung des Relativitätstheorems gegeben. Im \(\S\) 22 wird außer dem \textit{Lorentz}schen noch das \textit{Bucherer}sche Elektron (ein \textit{Heaviside}-Ellipsoid konstanten Volumens) behandelt. Neu bearbeitet ist besonders das Kapitel über bewegte Körper im zweiten Abschnitt. So sind die allgemeinen Feldgleichungen für bewegte Körper und für rasch bewegte Körper nach \textit{E. Cohn} und \textit{Minkowski} hinzugekommen. Das Problem der Dynamik des Hohlraums wird nach \textit{K. v. Mosengeil} auf Grund der Gesetze der Lichtreflexion am bewegten Spiegel gelöst, und die Untersuchungen von \textit{M. Planck} über die Thermodynamik eines bewegten strahlungserfüllten Hohlraumes werden dargestellt. Bei der Behandlung der Ortszeit lehnt Verf. die \textit{Einstein}sche Zeitdefinition, die aus dem Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit folgt, ab und stellt ihr die Forderung entgegen, daß die Dauer irgend eines Vorganges die gleiche sei, ob sie in der Skala der allgemeinen Zeit oder in der Ortszeitskala gemessen wird. Weiter wird die \textit{Lorentz}sche Transformation, das Theorem und Postulat der Relativität und die Anwendung des Relativitätstheorems auf die Dunamik des Elektrons gegeben. Verf. kommt zu dem Schluß, daß man es vorläufig wird ``als zweifelhaft'' bezeichnen müssen, ob sich überhaupt die elektromagnetische Dynamik des Elektrons mit dem Relativitätspostulat vereinbaren läßt. Verzichtet man aber überhaupt auf eine elektromagnetische Begründung der Dynamik des Elektrons, so fällt jeder Grund für die Anwendung des Relativitätstheoremes fort, welches ja eben auf den Differentialgleichungen des elektromagnetischen Feldes beruht. Dann entfällt um so mehr die Berechtigung, das Relativitätstheorem auf die Mechanik wägbarer Körper anzuwenden. Auch stimmen die Konsequenzen des Relativitätspostulat keineswegs mit den Messungen der Ablenkbarkeit der \textit{Bequerel}strahlen überein. Man darf daher der Anwendung der \textit{Lorentz}schen Transformation auf die einzelnen Elektronen einstweilen skeptisch gegenüberstehen. Indessen gibt es viele Aufgaben der Dynamik des Elektrons, bei denen es auf die Gestalt desselben nicht ankommt, sondern wo es genügt, es als eine Punktladung zu betrachten. Bei diesen Aufgaben bringt die Anwendung des Theorems der Relativität oft eine Vereinfachung der mathematischen Behandlung mit sich.
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