Recherches critiques sur l'électrodynamique génŕale. (Q1493289)
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scientific article; zbMATH DE number 2642350
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Recherches critiques sur l'électrodynamique génŕale. |
scientific article; zbMATH DE number 2642350 |
Statements
Recherches critiques sur l'électrodynamique génŕale. (English)
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1908
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In ihrer ursprüglichen Form will die \textit{Maxwell}sche Theorie die elektrischen Erscheinungen durch die Eigenschaften des Äthers erklären, ohne daß ihr dies jedoch vollständig gelingt; andererseits beschreibt sie diese Erscheinungen rein phänomenologisch mit Hülfe partieller Differentialgleichungen. Aber auch so ist sie nicht imstande, alle Versuchsergebnisse richtig darzustellen. In der \textit{Lorentz}schen Form bedurfe es einer ganzen Reihe spezieller Annahmen, so der Einführung einer elektromagnetischen Bewegungsgröße usw., um den Einklang mit den Tatsachen herzustellen. Der Verf. unterzieht diese Theorien hauptsächlich aus dem Grunde einer Kritik, damit aus der Erörterung klar werde, ob es sich überhaupt verlohne, an einer derart abzuändernden Theorie festzuhalten, oder ob man nicht einen neuen Aufbau auf der Grundlage der alten klassischen Theorien von \textit{Weber} und \textit{Neumann} unternehmen solle. Seine Kritik kommt zu diesem letzteren Ergebnisse. Er zeigt z. B., daß die Vektoren \(E\) und \(H\), elektrische und magnetische Kraft, in den Gleichungen eine rein mathematische, keine physikalische Bedeutung haben, daß die Lösung mit Hülfe retardierter Potentiale nur eine der vielen partikularen Lösungen sei, rein willkürlich aus diesen ausgewählt, weil sie die einzige der Wirklichkeit entsprechende ist, wonach also das Gleichungssystem an und für sich nicht die Erscheinungen richtig darstelle. Die ponderomotorische Kraft selbst erhält man gar nicht mit Hülfe von \(E\) und \(H\), sondern durch eine implizite Anwendung des \textit{d'Alembert}schen Prinzips. Die Formeln von \textit{Weber, Clausius} oder \textit{Riemann} würden ohne weiteres die \textit{Kaufmann}schen Resultate über eine elektromagnetische Trägheit darstellen, eine Veränderlichkeit derselben mit der Geschwindigkeit sei aber gar nicht vorhanden. Diese trete nur auf, wenn man von vornherein die \textit{Lorentz}sche Hypothese einer absoluten Bewegung und die daraus sich ergebenden Terme in den Kräften zugrunde legt. Überhaupt ist die Einführung einer absoluten Bewegung nicht richtig, weil unserer Beobachtung nur relative Bewegung zugänglich ist. Auch der Faktor \(1/c\) in den \textit{Maxwell-Lorentz}schen Gleichungen hat keine innere Berechtigung; er ist lediglich, um das Verhältnis der elektrostatischen zu den elektromagnetischen Einheiten auszudrücken, dorthin gekommen und könnte an verschiedenen Stellen durch einen anderen Faktor ersetzt werden, ohne daß sich für die Lichtgeschwindigkeit ein anderer Wert ergibt. Die erste Abhandlung schließt mit einem Hinweise auf den von \textit{Gauß} in seinem Briefe an \textit{Weber} angedeutenden Weg zur einwandfreien Aufstellung einer neuen Elektrodynamik. Der erste Teil der zweiten Arbeit ist eine ausführlichere Darstellung des Inhaltes der eben besprochenen Abhandlung. Der zweite Teil kommt zu positiven Ergebnissen. Der Verf. stellt, vom \textit{Hamilton}schen Prinzip ausgehend, eine neue Elektrodynamik als Fortentwicklung der sogenannten klassischen Theorie auf. Der Äther wird als aus sehr kleinen Körperchen gebildet angenommen, die mit verhähltnismäßig großen Abständen in konstanter Geschwindigkeit sich geradlinig fortbewegen und auch die materiellen Körper durchdringen. Das Grundprinzip ist die reine Verwendung relativer Bewegungen als der allein meßbaren. Als Resultat erhält man, neben anderen, insbesondere für die \textit{Kaufmann}schen Versuche eine konstante Masse bei dafür komplizierterem Bau der wirkenden elektrodynamischen Kräfte. (Siehe JFM 39.0908.01)
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