Theorie der stationären Strahlung in einem gleichförmig bewegten Hohlraum. (Q1496120)
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scientific article; zbMATH DE number 2645853
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Theorie der stationären Strahlung in einem gleichförmig bewegten Hohlraum. |
scientific article; zbMATH DE number 2645853 |
Statements
Theorie der stationären Strahlung in einem gleichförmig bewegten Hohlraum. (English)
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1907
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Der Aufsatz ist ein gekürzter und mit einer Korrektur von \textit{Planck} versehener Abdruck der Berliner Dissertation des früh verstorbenen Verf. Aus Betrachtungen über die Reflexion am bewegten, vollkommenen Spiegel wird gefolgert, wie sich in einem anfangs ruhenden, gleichtemperierten Hohlraum, dem man adiabatisch, reversibel und ohne Volumenänderung die Geschwindigkeit \(v\) erteilt, die Intensität und die spektrale Energieverteilung eines Strahlenbündels ändert, die Intensität und die Bewegungsrichtung \(\varTheta\) beträgt. Mittels eines Kreisprozesses, bei dem der Hohlraum zunächst im Ruhestande isotherm dilatiert, dann adiabatisch auf die Geschwindigkeit \(v\) gebracht, darauf isotherm auf das alte Volumen komprimiert, schließlich wieder adiabatisch in den Ruhezustand gebracht wird, ergibt sich die Abnahme der Temperatur bei adiabatischer Beschleunigung. Beide Resultate sind in der das \textit{Planck}sche Spektralgesetz verallgemeinerenden Gleichung für die spezifische Intensität der Strahlung von der Schwingungszahl \(\nu\) enthalten: \[ {\mathfrak K}(\nu,\theta,v)=\frac{2h}{c^{2}}\;\frac{\nu^{3}}{e^{\frac{h\nu}{k\tau} \left (1-\frac{v}{c}\cos\theta\right )}-1}\,. \] Auf Grund der \textit{Einstein}schen Relativitätstheorie wird der Zustand vom Gesichtspunkte eines mitbewegten Beobachters aus beschrieben. Dieser würde keinen Einfluß\ der Bewegung bemerken, jedoch die Temperatur des Hohlraums höher schätzen als der ruhende. Dadurch wird eine frühere Bearbeitung desselben Gegenstandes von \textit{F. Hasenöhrl} widerlegt (vgl. F. d. M. 36, 984, 1905, JFM 36.0984.01); namentlich bedarf es keiner neuen Hypothese über die Längenänderung bewegter Körper, um einem Widerspruch mit dem Entropieprinzip zu engehen.
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