Die naturwissenschaftliche Hochschulausbildung. (Q1496499)
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scientific article; zbMATH DE number 2646382
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Die naturwissenschaftliche Hochschulausbildung. |
scientific article; zbMATH DE number 2646382 |
Statements
Die naturwissenschaftliche Hochschulausbildung. (English)
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1906
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Schon im XVIII. Jahrhundert haben die deutschen Universitäten durch die freie Entfaltung von Forschung und Lehre das Stadium eines schulmäßigen Unterrichtsbetriebes überwunden und sich durch die ideale Auffassung ihrer gemeinsamen Interessen vor dem Zerfallen in Fachschulen zu bewahren gewußt. Die deutschen Universitäten haben ihre Schüler zu freier wissenschaftlicher Forschung erzogen. Für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Gebiete sind im XIX. Jahrhundert Bonn und Königsberg vorangegangen, dann Göttingen, Berlin und andere Universitäten nachgefolgt. Entscheidende Taten waren die Schöpfung des chemischen Unterrichtslaboratoriums in Gießen 1825 durch \textit{Liebig} und des physykalischen Kabinetts \textit{Webers} in Göttingen, die allenthalben Nachahmungen gefunden und ähnliche Schöpfungen auf andern naturwissenschaftlichen Gebieten veranlaßt haben. Neben die Universitäten traten im XIX. Jahrhundert die technischen Hochschulen und entwickelten ihre eigene unterrichtliche Methode. Die engste Fühleung zwischen exakter Wissenschaft und Erfahrung der Praxis ist das ideale Ziel der Polytechnika geworden. Eine Vereinigung der Universitäten und technischen Hochschulen kommt für die Gegenwart nicht Frage. Aber in ihrem inneren Ausbau, in der Erfüllung ihrer gemeinsamen Aufgaben haben sich innere Beziehungen zwischen beiden angebahnt und werden in der Folgezeit noch stärker hervortreten. Die Frage der Vorbildung für Universität und technische Hochschule ist noch nicht völlig geklärt. Die Hervorhebung der idealen Bedeutung alles wissenschaftlichen Studiums muß der Hauptgesichtspunkt der Vorbildung sein. Im übrigen wird, wie sich auch im einzelnen der sprachliche und mathematisch-naturwissenschftliche Unterricht gestaltet, ein Ausgleich auf den Hochschulen im Rahmen der dort gewährten Freiheit möglich sein.
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