Réflexions sur la théorie cinétique des gaz. (Q1497763)
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scientific article; zbMATH DE number 2649014
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Réflexions sur la théorie cinétique des gaz. |
scientific article; zbMATH DE number 2649014 |
Statements
Réflexions sur la théorie cinétique des gaz. (English)
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1906
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Wie die vorstehend angezeigte Abhandlung \textit{Borels}, so soll auch die Arbeit \textit{Poincarés} zur Sicherung der mathematischen Begründung der kinetischen Gastheorie einen Beitrag liefern. ``Einer der Punkte, die mir am meisten Beschwernis schufen, war dieser: es handelt sich um den Beweis, daß die Entropie sich fortlaufend vermindert; die Schlußfolge bei \textit{Gibbs} scheint aber vorauszusetzen, daß man nach Änderung der äußeren Bedingungen wartet, bis der neue Zustand hergestellt ist, bevor man sie abermals ändert. Ist diese Voraussetzung wesentlich, oder, anders ausgedrückt, könnte man zu Ergebnissen, die dem \textit{Carnot}schen Prinzip widersprechen, dadurch kommen, daß man die äußeren Bedingungen zu schnell sich ändern läßt, so daß der permanente Zustand zur Entfaltung keine Zeit hat? Diese Frage habe ich aufklären wollen, zwar nicht in dem allgemeinen Falle, aber doch in gewissen besonderen Fällen von größerer Einfachheit als die in der Natur verwirklichten\(\dots\) Man wird in der Folge sehen, was ich unter vereinfachten Gasen verstehe, die ich eindimensionale Gase nenne, und deren Erforschung, da sie viel weniger verwickelt ist als die der eigentlichen Gase, eine bessere Einsicht in den Grund und die Tragweite mancher paradoxen Resultate ermöglicht.'' Zu den weiteren Unterschieden, die der Verf. aufstellt, gehört der zwischen der ``rohen Entropie'' und der ``feinen (Grenz-)Entropie''. Die rohe Entropie der Physiker strebt immer der Verminderung zu, wenigstens, wenn man dem Zustande Zeit zu seiner Entfaltung läßt; die feine Entropie bleibt immer konstant. Wie \textit{Borel}, so geht auch \textit{Poincaré} bei seinen Betrachtungen von dem anschaulichen Beispiele der kleinen Planeten aus; er beweist, daß nach Verlauf einer gewissen Zeit die Längen dieser kleinen Planeten gleichmäßig verteilt sind. Wir können hier dem Verf. nicht durch die verschlungenen Wege seiner Entwicklung folgen, sondern müssen uns damit begnügen, auf die Wichtigkeit dieser Untersuchung aufmerksam zu machen.
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