Über den Zahlbegriff bei \textit{Leibniz}. (Q1498196)
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scientific article; zbMATH DE number 2649552
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über den Zahlbegriff bei \textit{Leibniz}. |
scientific article; zbMATH DE number 2649552 |
Statements
Über den Zahlbegriff bei \textit{Leibniz}. (English)
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1905
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Die Zahl ist nach Leibniz (``Nouveaux essais'') eine intellektuelle Vorstellung, die nicht von den Dingen der Außenwelt herrührt, sondern von dem denkenden Subjekte selbst hervorgebracht wird. Die Erfahrung ist bei der Erwerbung der Zahlvorstellung nicht unbeteiligt; aber sie gibt nur die Veranlassung zur Apperzeption der schon vorhandenen, noch unbewußten eingeborenen Vorstellungen. Die Weiterentwicklung der Vorstellung findet unabhängig von der Erfahrung durch die Selbstbetätigung des Geistes statt. Die Zahlen sind Relationen, also abstrakte Vorstellungen rein begrifflichen Ursprungs und rein begrifflicher Existenz. Die mathematischen Sätze sind analytische Urteile, und die Arithmetik ist eine begriffliche Wissenschaft, deren Sätze aus den Definitionen und den identischen Wahrheiten bewiesen werden können und müssen.
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