Zur Elektrodynammik bewegter Systeme. (Q1503459)
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scientific article; zbMATH DE number 2655139
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Zur Elektrodynammik bewegter Systeme. |
scientific article; zbMATH DE number 2655139 |
Statements
Zur Elektrodynammik bewegter Systeme. (English)
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1904
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Zwischen der \textit{Lorentz}schen und der \textit{Cohn}schen Theorie war bis jetzt ein Vergleich nicht möglich; dies ist erst der Fall geworden, seit \textit{Lorentz} seine bekannten Hülfshypothesen eingeführt hat, weil dadurch erst die Größen \(P\), \(M\) und \(J\), elektrisches und magnetisches Moment der Volumeneinheit und elektrischer Leitungsstrom, als Funktionen von \(E\) und \(H\) darstellbar werden. Verf. entwickelt nun die \textit{Lorentz}schen Gleichungen für unmagnetische Körper mit dessen Transformation: \(x_{0}=kx,\dots, \quad t_{0}=\frac{t}{k}\) und erhält so Feldgleichungen, die identisch sind mit den aus seinen eigenen allgemeinen Gleichungen für gleichförmige Bewegung hervorgehenden. Verschieden ist indessen die Deutung. Denn für \textit{Lorentz} sind die \(x_{0},\dots,t_{0}\) nur Rechengrößen; sie geben den Zustand an, der bei undeformiertem System, unveränderten dynamischen Eigenschaften und ``ursprünglich richtig gehender Uhr'' vorhanden wäre. Nach \textit{Cohn} sind es ``wahre'' Koordinaten und Zeiten. Nach der Verallgemeinerung für beliebige Geschwindigkeiten weist Verf. noch auf die tatsächlichen Unterschiede von den \textit{Lorentz}schen Gleichungen hin; diese treten hervor, sowie man para- und diamagnetische Körper betrachtet. Denn seine Gleichungen sind in den elektrischen und magnetischen Größen symmetrisch, die \textit{Lorentz}schen nicht. \textit{Lorentz} tadelt ferner an \textit{Cahns} Theorie, daß\ bei ihm die Lichtgeschwindigkeit in Gasen von gleicher Dielektrizitätskonstante wie der Äther von deren Geschwindigkeit, aber nicht von der Dichte abhängt. Diesem begegnet Verf. dadurch, daß\ diese Gleichungen natürlich nur gelten können, so lange das Gas als Kontinuum anzusehen ist. In dem Übergangsstadium der größten Verdünnung kann eine Diskontinuität eintreten.
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