Ein vergessener Österreicher. (Q1503890)
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scientific article; zbMATH DE number 2655605
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ein vergessener Österreicher. |
scientific article; zbMATH DE number 2655605 |
Statements
Ein vergessener Österreicher. (English)
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1903
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Während im 18. Jahrhundert und noch in den ersten Dezennien des 19. Jahrhunderts die Universitäten durch Aufnahme technischer und praktischer Fächer ihren Lehrbereich erweiterten, und die rein mathematischen Vorlesungen sich meist nur auf die Elementarmathematik bezogen, trat mit \textit{Jacobi} und \textit{Dirichlet} an den deutschen Universitäten ein Umschwung zugunsten der reinen Mathematik ein, der bald eine völlige Abwendung von der angewandten Mathematik und der Technik zur Folge hatte. Der letzte faktische, wenn auch nicht nominelle Vertreter der ``angewandten Mathematik'' an einer deutschen Universität war \textit{Josef Petzval.} An ihn, der trotz seiner bedeutenden Leistungen fast vergessen wäre, erinnert \textit{Gegenbauer} in pietätvoller Weise. Der interessante Aufsatz verbreitet sich auch über die Geschichte des mathematischen Unterrichts an der Universität Wien. \textit{Josef Petzval} wurde am 6. Januar 1807 zu Bela in der Zips von deutschen Eltern geboren. Nach Vollendung seiner Studien wurde er zuerst Ingenieur in Pest und wandte sich 1832 dem akademischen Lehrstande zu. Er wurde 1835 ordentlicher Professor in Pest, 1836 an der Universität Wien. Seine Arbeiten über Tonsysteme, über Differentialgleichungen und über Dioptrik mit ihren Anwendungen werden im vorliegenden Aufsatze eingehend gewürdigt. Die Früchte seiner für die Photographie grundlegenden dioptrischen Arbeiten hat \textit{Petzval} nie geerntet. Mit Schluß des Studienjahres 1876/77 trat er in den Ruhestand; er starb am 17. September 1891.
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