Über die Bedeutung elektrischer Methoden und Theorien für die Chemie. (Q1510085)
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scientific article; zbMATH DE number 2664159
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über die Bedeutung elektrischer Methoden und Theorien für die Chemie. |
scientific article; zbMATH DE number 2664159 |
Statements
Über die Bedeutung elektrischer Methoden und Theorien für die Chemie. (English)
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1901
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Da in zahlreichen chemischen Reaktionen die Ionen eine Rolle spielen, so sind alle elektrischen experimentellen Methoden und alle theoretischen Erwägungen aus der Elektrizitätslehre, die auf die Ionen Anwendung finden, der Chemie von Nutzen. Dazu treten als neu und eigenartig diejenigen Methoden, welche sich an die elektrische Ladung der Ionen wenden, und dieses sind die elektrischen Methoden der Chemie. Über die Stärke einer Säure gibt die Messung der Leitfähigkeit Aufschluß. Dieser tritt die Überführungszahl zur Seite, durch deren Bestimmung die Frage leicht entschieden werden kann, ob man ein typisches oder komplexes Salz vor sich hat. Ferner liefert die Bestimmung der elektromotorischen Kraft ein Mittel, Konzentrationen von einer Kleinheit zu bestimmen, wie es auf keinem anderen Wege möglich ist. Nach Besprechung der Elektrolyse und des umgekehrten Vorganges wird das hypothetische Gebiet der Natur der chemischen Affinität erörtert. Es wird gezeigt, wie unter anderem durch die Bestimmung der elektromotorischen Kraft eines galvanischen Elementes gleichzetig die Größe der Affinität des betreffenden stromliefernden chemischen Prozesses gegeben ist. Über die Natur der chemischen Verwandtschaft ist zu sagen, daß\ eine rein unitarische Auffassungsweise der chemischen Verbindungen ebenso einseitig ist wie die rein dualistische Auffassungsweise von \textit{Berzelius}; man muß\ eben annehmen, daß\ bei der Bildung chemischer Verbindungen sowohl einheitlich wirkende Kräfte zur Geltung kommen, als auch Kräfte polarer Natur. \textit{Berzelius} nahm an, daß\ der Grad der Positivität oder Negativität durch die Stärke der elektrischen Ladung bestimmt sei; seit \textit{Faraday} ist jedoch bekannt, daß\ die elektrische Ladung ganz unabhängig von der Natur des Radikals ist. Diese Tatsache läßt sich nach \textit{Helmholtz} erklären, wenn an der stofflichen Natur der Elektrizität festgehalten wird; d. h. man muß\ sich die Elektrizität als in einzelne Atome von veränderlicher Größe geteilt denken. Hierdurch gelangt der Verf. zu einer chemischen Theorie der Elektrizität, die zum Schluß\ erläutert wird.
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