Ueber Ernst Mach's und Heinrich Hertz' principielle Auffassung der Physik. (Q1515108)

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scientific article; zbMATH DE number 2669082
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English
Ueber Ernst Mach's und Heinrich Hertz' principielle Auffassung der Physik.
scientific article; zbMATH DE number 2669082

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    Ueber Ernst Mach's und Heinrich Hertz' principielle Auffassung der Physik. (English)
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    1899
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    (Siehe auch JFM 30.0611.02) Die Artikel ziehen aus den bezüglichen neueren Untersuchungen die Folgerungen für die Erkenntnistheorie. Gemäss den Arbeiten von Mach und Hertz, die in Betreif des Raumbegriffes durch die Forschungen anderer über die nichteuklidische Geometrie ergänzt werden, wird der rein subjective Ursprung aller unserer Begriffe betont. Nach der oft citirten Stelle aus der Hertz'schen Einleitung in seine Principien der Mechanik hat die Erfahrung über die Richtigkeit dieser Begriffe zu entscheiden, dieser ``Scheinbilder oder Symbole'', die wir uns von den äusseren Gegenständen machen. Daher ist alles Wissen subjectiv; es giebt nicht eine objective, über Menschen und Göttern thronende Wahrheit, wie sich die alten Griechen dieselbe, vorstellten, und es ist nicht Sache der Wissenschaft, Wissen zu enthalten, wohl aber jedem Einzelnen von uns zur Erreichung eines solchen behülflich zu sein. Der Kantische Wahn von der unbedingten Gewissheit der Geometrie ist zerstört. Die Sätze der Geometrie besitzen keine Gültigkeit für ein Wesen, das gar nicht denkt, und ein solches ist die Natur, d.h. also die Sätze der Mathematik haben keine vom Subjecte unabhängige Geltung. Als geistreiche philosophische Commentare zu den einschlägigen mathematischen und physikalischen Schriften sind beide Aufsätze interessant zu lesen.
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