Ueber die Verwendung zweier Pendel auf gemeinsamer Unterlage zur Bestimmung der Mitschwingung. (Q1515199)
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scientific article; zbMATH DE number 2669202
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ueber die Verwendung zweier Pendel auf gemeinsamer Unterlage zur Bestimmung der Mitschwingung. |
scientific article; zbMATH DE number 2669202 |
Statements
Ueber die Verwendung zweier Pendel auf gemeinsamer Unterlage zur Bestimmung der Mitschwingung. (English)
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1897
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Die gegenwärtige Abhandlung ist schon in einem Aufsatze des Verf. über denselben Gegenstand (Zeitschr. f. Instrkd. 17, 7-10, 1897) angekündigt worden. Die Methode der Bestimmung des Mitschwingens ist aus dem sogenannten ``Wippverfahren'' des Geodätischen Institutes hervorgegangen. Massgebend war dabei der Wunsch, den individuellen, uncontrollirbaren Rhythmus in der Handhabung des Dynamometers von Seiten des Beobachters zu ersetzen durch den mathematisch besser verfolgbaren einer mechanischen Vorrichtung in Gestalt eines zweiten Pendels; dann aber auch, die einer Kraft von mehreren Kilogrammen entsprechende Einwirkung des Dynamometers auf den Pfeiler zu ersetzen durch die einer beschränkten Anzahl von Grammen. Die in der früheren Veröffentlichung schon angedeutete Methode, welche bereits 1886 Lorenzoni bei seiner Bestimmung der absoluten Schwere zu Padua angewandt hat, besteht in folgendem Vorgange. Von zwei Pendeln mit nahezu gleicher Schwingungszeit wird das eine auf einen Ausschlag zwischen \(15'\) und \(40'\) gebracht und das andere so vollkommen wie möglich beruhigt; ist dies erreicht, so wird das erste frei gelassen. Die stetig wachsende Amplitude des zweiten (des getriebenen) Pendels und die langsam abnehmende des ersten (des treibenden Pendels) werden dann einige Minuten hindurch nach den Schlägen eines Chronometers abwechselnd beobachtet; bei einiger Uebung kann man die Beobachtung nach etwa vier Minuten abbrechen und einen neuen Versuch anstellen. Das Anwachsen der Amplitude des getriebenen Pendels giebt ein Mass für die Grösse des Mitschwingens von Stativ und Untergrund. Die Abhandlung zerfällt in zwei Teile: 1) Theoretische Untersuchungen, 2) Resultate aus den Beobachtungen. Die Abschnitte des theoretischen ersten Teiles erörtern: I. Die Ableitung der Bewegungsgleichungen unter gewissen Voraussetzungen; die hierbei stattfindende erste Annäherung hat in den bezüglichen Arbeiten von Cellérier, Peirce, v. Oppolzer, v. Orff ihre Formulirung gefunden. II. Die Gleichungen der Maximacurven. III. Die Darstellung der Winkel \(\psi\), \(\varphi\), \(\Psi\) und \(\Phi\) für den Anfang der Bewegung. IV. Vergleiche mit Entwickelungen anderer. Die dann folgenden Abschnitte des experimentellen Teiles behandeln: V. Die Einrichtung zur Bestimmung des Mitschwingens. VI. Vergleich zwischen den auf vier Pfeilern von verschiedener Stabilität erhaltenen Schwingungszeiten und Mitschwingungsbeobachtungen. VII. Ueber Beeinflussungen des Mitschwingens. Die vielen Einzelheiten einer derartigen Untersuchung gestatten nicht eine kurze Wiedergabe. Der Verf. bemerkt am Schlusse des Abschnittes VI, dass die Voraussetzungen über die Bewegung zweier Pendel durch die Beobachtung bestätigt zu werden scheinen. ``Die Schnelligkeit und die Genauigkeit, die die modificirte Lorenzoni'sche Methode gewährt, machen solche Constructionen von Pendelstativen unnötig, die den Zweck haben, das Mitschwingen für sich fast zum Verschwinden zu bringen und dies vielleicht mit Hintansetzung anderer Störungsquellen, oder solche, die dafür bürgen sollen, dass gewisse Teile der Unterlage bei jeder Aufstellung und auf allen Stationen einen constanten Beitrag zum Gesamtmitschwingen liefern. Ein solcher Mehraufwand ist zweckmässiger zur Erreichung guter Uhrgänge, einwurfsfreier Temperaturverhältnisse, bequemer Installation etc. zu verwenden.'' --- Der letzte Abschnitt VII enthält die Resultate einer grösseren Anzahl interessanter Versuche, die zu dem Zwecke angestellt wurden, Beeinflussungen der Schwingungszeit und des Mitschwingens durch willkürliche Veränderungen der Stabilität der Unterlage sowohl, als durch bestimmte andere Ursachen zu erkennen.
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