Karl Theodor Wilhelm Weierstrass. Nekrolog. (Q1516413)
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scientific article; zbMATH DE number 2672524
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Karl Theodor Wilhelm Weierstrass. Nekrolog. |
scientific article; zbMATH DE number 2672524 |
Statements
Karl Theodor Wilhelm Weierstrass. Nekrolog. (English)
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1897
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In diesem Nekrologe wird nach einigen biographischen Notizen ein Ueberblick über die wissenschaftliche Thätigkeit des grossen Analytikers gegeben. Weierstrass, am 31. October 1815 zu Osterfelde im westfälischen Münsterlande geboren, wurde nach Beendigung seiner Studien zu Bonn und Münster zuerst Lehrer der Mathematik an den Gymnasien zu Münster, Deutsch-Krone und Braunsberg. Seine Arbeiten über Abel'sche Functionen verschafften ihm 1856 den Ruf nach Berlin als Professor am Gewerbeinstitut und Mitglied der Akademie der Wissenschaften. 1856 wurde er ausserordentlicher und 1864 ordentlicher Professor der Mathematik an der Universität, wo er als Haupt einer besonderen Schule der Mathematik Ausserordentliches leistete. Er starb nach jahrelanger Krankheit am 19. Februar 1897. --- In der nun folgenden Uebersicht über die wissenschaftlichen Leistungen, die von Lindemann dargestellt wird, ist besonders die Einheitlichkeit der Methode und der Darstellung betont, welche Weierstrass eigentümlich war. Eine Verschmelzung anscheinend heterogener Gebiete der mathematischen Erkenntnis war dem grossen Analytiker unsympathisch. ,,In diesem strengen Festhalten am einheitlichen Aufbau, im Vermeiden jedes seitlichen Ausblickes auf verwandte Gebiete, in dem fast ängstlichen Verweilen auf dem schmalen, einmal vorher abgesteckten Pfade liegt die Grösse des Weierstrass'schen Systems, vor allem bei Untersuchungen principieller Natur; darin liegt aber auch die Schwäche seines Systems in seiner Wirkung auf die Schüler.'' Vor allem ist es ein gefestigtes Fundament für neue Forschungen, was die Mathematik dem grossen Gelehrten verdankt.
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