Francesco Brioschi. (Q1517509)
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scientific article; zbMATH DE number 2669854
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Francesco Brioschi. |
scientific article; zbMATH DE number 2669854 |
Statements
Francesco Brioschi. (English)
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1898
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Geboren den 22. December 1824 in Mailand, studirte Francesco Brioschi in Pavia, promovirte daselbst 1845, war 1862-1861 Professor für angewandte Mathematik an derselben Universität, darauf kurze Zeit Generalsecretär des Unterrichtsministeriums, gründete und organisirte 1862 das Istituto Tecnico Superiore zu Mailand, als dessen Director er zugleich Hydraulik und Analysis lehrte. Diese Aemter behielt er bis zu seinem Ende bei, war daneben seit 1865 Senator des Königreichs und 1870- 1882 auch Mitglied des Consiglio Sup. des Unterrichtsministeriums, von 1884 an Präsident der R. Accademia dei Lincei. Nachdem er sich an der Herausgabe der ersten Serie von Tortolini's Annali di Matematica, Rom 1858-1866, beteiligt hatte, wurde er von 1867 an zuerst mit Cremona, später alleiniger Leiter der zweiten Serie, die zu Mailand erschien. Er starb am 13. Dec. 1897 zu Mailand. Den kurzen biographischen Notizen lässt Noether eine eingehende Würdigung der wissenschaftlichen Verdienste Brioschi's folgen. Brioschi's mathematische Leistung trägt im Gegensatz zu seinen technischen Arbeiten, die mit seinem technischen Fache zusammenhängen, einen abstracten, ja fast formalen Charakter. Seine frühesten Arbeiten bewegten sich auf verschiedenen analytischen Gebieten, bis 1854 die Theorie der Determinanten und Invarianten einsetzte. Von 18573 an sind deutlich hervortretende getrennte Gebiete zu nennen, die aber alle auf die Anwendung der Theorie der algebraischen Formen zusammenlaufen, nämlich: zuerst die Theorie der Gleichung fünften Grades, im Zusammenhang mit der Transformationstheorie der elliptischen Functionen, die von 1874 an selbständiger auftritt; ferner seit 1876 die Theorie der linearen Differentialgleichungen, und endlich, nach Vorarbeiten von 1857, von 1881 an die Theorie der hyperelliptischten Functionen, besonders von zwei Argumenten.
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