Ueber die Beziehungen der Technik zur Mathematik. (Q1517653)
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scientific article; zbMATH DE number 2670011
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ueber die Beziehungen der Technik zur Mathematik. |
scientific article; zbMATH DE number 2670011 |
Statements
Ueber die Beziehungen der Technik zur Mathematik. (English)
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1897
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Technik ist die auf eine gewerblich nutzbare Transformation und Verwendung des von der Natur dargebotenen Energievorrates und der Rohstoffe gerichtete, die Resultate wissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlicher Methoden auf die zu lösenden Probleme anwendende Thätigkeit des Menschen. Sie erzielt ihre höchsten Resultate, wenn zu ihrem wissenschaftlichen Geiste Genie und Beharrlichkeit der Arbeit hinzukommt. Die Beziehungen der Technik zur Mathematik liegen in ihren Beziehungen zur Wissenschaft; denn für die Technik handelt es sich überall um die Erkenntnis des Gesetzes, der Zahl und dem Masse nach. Die Mathematik ist für den Techniker eine grundlegende Wissenschaft. Eine Schulung in reiner Mathematik ist für ihn notwendig, um ihm die erforderliche Sicherheit in ihrer selbständigen Anwendung zu verleihen. Für den Unterricht in angewandter Mathematik fällt der Schwerpunkt in die technische Mechanik und technische Physik. Wie die Unterrichtsverhältnisse nun gegenwärtig auf den Hochschulen liegen, so bieten dieselben in ihren Studienplänen an mathematischen Disciplinen, insbesondere hinsichtlich der analytischen Methoden, für die grosse Mehrheit der Techniker zu viel, für eine kleine Minderheit zu wenig. Für den grossen Durchschnitt der Studirenden wäre ein Herabsteigen von der hohen Warte höchster begrifflicher Strenge zu den naiveren Anschauungen der ersten Begründer, ein möglichst früher Uebergang zu praktischen Anwendungen, vor allem ein langes Verharren bei den Grundprincipien und eine weitgehende Einschränkung nach oben hin wünschenswert. Aber auch der wissenschaftlich-arbeitenden technischen Minorität muss die Hochschule die Mittel zu ihrer höchsten Ausbildung gewähren und diese Aufgabe nicht an die Universität abschieben.
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