Gedächtnisrede auf Leopold Kronecker [1823--1891] (Q1522962)

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scientific article; zbMATH DE number 2680271
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English
Gedächtnisrede auf Leopold Kronecker [1823--1891]
scientific article; zbMATH DE number 2680271

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    Gedächtnisrede auf Leopold Kronecker [1823--1891] (English)
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    1893
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    Während im vorigen Jahrgange des Jahrbuchs (siehe JFM 24.0032.01; JFM 24.0032.02; JFM 24.0032.03; JFM 24.0032.04; JFM 24.0032.05; JFM 24.0032.06) über die ersten kurzen Nachrufe für Kronecker berichtet ist, die unter dem unmittelbaren Eindrucke des plötzlich hereingebrochenen Todes dem Andenken des grossen Dahingeschiedenen gewidmet wurden, haben wir in den beiden vorliegenden Gedächtnisreden (siehe auch JFM 25.0033.03) besonders die ausführliche Würdigung des wissenschaftlichen Lebenswerkes vor uns, beide von Gelehrten herrührend, deren Arbeiten sich mit den Kronecker'schen vielfach berühren, auf ihnen beruhen. Hr. Weber, zwar kein Schüler des Verstorbenen, aber nach seinem Werke: ,,Elliptische Functionen und algebraische Zahlen'' (1891, JFM 23.0455.01) sowie nach seinem ganzen Arbeitsfelde dazu berufen, die Leistungen Kronecker's zu verstehen und zu schätzen, hat seine Rede auf den Wunsch des Vorstandes der Deutschen Mathematiker-Vereinigung verfasst in der Absicht, diese auf der Versammlung in Nürnberg 1892 vorzutragen. Nach dem Ausfall der Zusammenkunft erfolgte der Abdruck im Jahresbericht der Vereinigung und in den mathematischen Annalen. Hr. Frobenius dagegen hat seine Gedächtnisrede als Nachfolger Kronecker's auf dem Lehrstuhle der Berliner Universität und als ein seit 25 Jahren in seine Gedanken eingeweihter bevorzugter Schüler des Meisters gehalten. Beide Reden stimmen in der Anerkennung der einzelnen Schöpfungen des uns zu früh Entrissenen überein. Ein Unterschied ist in dem kühleren Tone der ersten Rede zu finden, die mit Gewissenhaftigkeit jedem originalen Gedanken nachspürt, und der ein chronologisch geordnetes Verzeichnis der Schriften Kronecker's angehängt ist. Dem Verhältnisse des Schülers zum Lehrer entspricht der warme Ton und der rednerische Schmuck der zweiten Rede, die gleichwohl mit Freimut und doch von Pietät der Aufgabe gerecht wird.
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