Vorlesungen über die Theorie der Capillarität. Gehalten an der Universität Königsberg. Herausgegeben von A. Wangerin. Mit Figuren im Text. (Q1526882)
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scientific article; zbMATH DE number 2683733
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Vorlesungen über die Theorie der Capillarität. Gehalten an der Universität Königsberg. Herausgegeben von A. Wangerin. Mit Figuren im Text. |
scientific article; zbMATH DE number 2683733 |
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Vorlesungen über die Theorie der Capillarität. Gehalten an der Universität Königsberg. Herausgegeben von A. Wangerin. Mit Figuren im Text. (English)
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1894
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Das Buch gehört zu der Sammlung der Vorlesungen über mathematische Physik, welche von den Schülern des grossen Königsberger Forschers in pietätvoller Verehrung ihres Lehrers herausgegeben werden. Der Herausgeber hat ausser dem von ihm im Sommer 1864 nach den Vorträgen im Seminar geführten Hefte besonders die Ausarbeitung des Hrn. O. E. Meyer aus dem Sommer 1857 benutzt, aber auch noch andere Vorlesungen zur Ergänzung herbeigezogen. In den ersten beiden Capiteln schliesst sich Neumann dem Gedankengange von Gauss an, geht dann aber durch Anwendung der allgemeinen Sätze auf verschiedene specielle Fälle über Gauss hinaus: Ansteigen oder Sinken der Flüssigkeiten an ebenen Platten und in Capillarröhren; Druck der Flüssigkeit auf das umgebende Gefäss oder auf eingetauchte Körper, Adhäsionsplatten, über die Gestalten von Flüssigkeitstropfen (Cap. 3-5). Dann wird die von Gauss nur angedeutete Erweiterung der Theorie auf den Fall mehrerer Flüssigkeiten vollzogen, wobei sich der ``Neumann'sche Satz'' ergiebt (Cap. 6), und es folgen specielle Probleme des Gleichgewichts einer Flüssigkeitsmasse, die sich innerhalb einer anderen Flüssigkeit von demselben oder von verschiedenem specifischen Gewichte befindet (Cap. 7). Zum Schlusse (Cap. 8) wird ein Zusammenhang zwischen der Gauss'schen und der Laplace'schen Theorie entwickelt. In der Darstellung ist der Herausgeber seinem Lehrer bis auf einen Punkt gefolgt, nämlich bei der Ableitung der Variation einer Fläche, um den sich hierauf stützenden Beweis der Laplace'schen Sätze allgemeingültig zu machen und gleichzeitig zu vereinfachen. Bei den nahen Beziehungen des Herausgebers zum Referenten zieht Letzterer es vor, das Urteil des Hrn. Duhem statt seines eigenen hierher zu setzen (Darboux Bull. (2) XVIII. 146): ``Das durch seine Eleganz und durch seine Allgemeinheit bemerkenswerte Verfahren des Hrn. Wangerin verdient in den Werken über Capillarität als analytische Methode neben der schönen von Hrn. Joseph Bertrand gegebenen synthetischen Methode festgehalten zu werden.'' Nach Besprechung des ganzen Werkes, dem der französische Kritiker hohe Lobsprüche spendet, wird zwar eine Lücke angezeigt: die Auslassung der aus Glycerin gebildeten Figuren; aber ``trotz dieser Auslassung bilden diese Vorlesungen, wenigstens nach unserer Ansicht, das vollkommenste Werk über Capillarität, welches vorhanden ist''.
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