Zur kinetischen Theorie mehratomiger Gase. (Q1528154)
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scientific article; zbMATH DE number 2684139
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Zur kinetischen Theorie mehratomiger Gase. |
scientific article; zbMATH DE number 2684139 |
Statements
Zur kinetischen Theorie mehratomiger Gase. (English)
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1893
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Nach einleitenden Entwickelungen über das Virial wird mit Hülfe des Virialsatzes gezeigt, dass bei mehratomigen Gasen für die lebendige Kraft der fortschreitenden Bewegung der Molecüle dieselbe Beziehung zum Drucke besteht wie bei Gasen, deren ganze Molecüle als materielle Punkte betrachtet werden. Indem der Verf. den Virialsatz dann auf die intramoleculare Bewegung der Atome in einem Molecül anwendet, versucht er, eine Erklärung für das Verhalten solcher gasförmigen Verbindungen zu geben, bei denen mit wachsender Temperatur die Dissociation nicht fortschreitet, sondern eine höhere Stabilität eintritt. Dazu muss die Möglichkeit zugelassen werden, dass mit wachsender Temperatur der Abstand der Atome abnimmt. --- Die Annahme, dass die Bestandteile eines zweiatomigen Molecüls eine Anziehung auf einander ausüben, die einer positiven oder negativen Potenz der Entfernung proportional wäre, führt zu Widersprüchen. Indem der Verf. dann auf Boltzmann's Theorie näher eingeht, kommt er zu dem Schluss, dass bei Temperatursteigerung die intramolecularen Kräfte positive Arbeit leisten; es muss danach wieder die Möglichkeit einer Annäherung mit zunehmender Temperatur zugegeben werden. Die freie Beweglichkeit der Atome in Boltzmann's Theorie ist wohl für zwei-, aber nicht für mehratomige Molecüle zulässig. --- In der weiteren Entwickelung der Boltzmann'schen Theorie werden dann die Bedingungen für die Stabilität von zweiatomigen Molecülen aufgestellt, und es wird gezeigt, dass bei Erfüllung dieser Bedingungen der Virialsatz sich aus der Theorie Boltzmann's ableiten lässt. Endlich wird eine der gefundenen Stabilitätsbedingungen durch den Vergleich mit Beobachtungsdaten geprüft.
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