Zur Erklärung des täglichen Ganges der Windgeschwindigkeit. (Q1528335)
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scientific article; zbMATH DE number 2684370
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Zur Erklärung des täglichen Ganges der Windgeschwindigkeit. |
scientific article; zbMATH DE number 2684370 |
Statements
Zur Erklärung des täglichen Ganges der Windgeschwindigkeit. (English)
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1893
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Die Windgeschwindigkeit erreicht am Erdboden ihr Maximum in den Mittags-, ihr Minimum in den Nachtstunden; in den höheren Luftschichten verhält es sich, wie die Beobachtungen auf Berggipfeln lehren, gerade umgekehrt. Nach einer von Espy und später von Köppen aufgestellten Hypothese ist die Erscheinung durch das bei Tage eintretende Aufsteigen erwärmter und Absteigen kalter Luft zu erklären. Die aufsteigende Luft, die infolge der Reibung an der Erdoberfläche geringere Geschwindigkeit besitzt, soll nämlich durch den Einfluss ihres geringeren Bewegungsmomentes die Bewegung der oberen Luftschichten verzögern, und umgekehrt soll die absteigende Luft durch ihr grösseres Bewegungsmoment die unteren Schichten beschleunigen. Diese Hypothese kann bei der Prüfung durch die Rechnung selbst unter der Annahme übertrieben günstiger Bedingungen nicht bestehen. Die Grösse der Verzögerung und Beschleunigung wäre viel zu gering, und ausserdem ist die Höhe zu unbedeutend, bis zu der die Convectionsströme in die freie Atmosphäre hinauf reichen. Verf. glaubt indessen, dass die Convection allerdings wohl die Ursache der fraglichen Erscheinung bilden könnte, dass aber der Vorgang ein ganz anderer wäre als nach der Köppen'schen Erklärung. Die auf- und absteigenden Luftströmchen, die bei der Erwärmung durch die Sonnenstrahlen sich bilden, verketten die oberen und unteren Luftschichten derart, dass eine beträchtliche Reibung der über einander fliessenden Luftschichten auftritt, wodurch die Geschwindigkeit der höheren Schichten vermindert, die der tieferen vergrössert wird.
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