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Zur Thermodynamik der Atmosphäre. Vierte Mitteilung. - MaRDI portal

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Zur Thermodynamik der Atmosphäre. Vierte Mitteilung. (Q1530460)

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scientific article; zbMATH DE number 2686697
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English
Zur Thermodynamik der Atmosphäre. Vierte Mitteilung.
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    Zur Thermodynamik der Atmosphäre. Vierte Mitteilung. (English)
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    1892
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    In der Fortsetzung der früher unter gleichem Titel veröffentlichten Untersuchungen (S. F. d. M. XX, JFM 20.1276.01, und XXII, JFM 22.1238.01; JFM 21.1242.01) behandelt der Verfasser die Zustände der Uebersättigung des Wasserdampfes und der Ueberkaltung des Wassers in der Luft, von denen der eine jedenfalls möglich, der andere sicher nachgewiesen ist. Im Anschluss daran wird die Gewitterbildung untersucht, wobei die Unterschiede zwischen Wirbel- und Wärmegewittern scharf hervorgehoben werden. Die Resultate werden in die folgenden Sätze zusammengefasst: ``Wenn in der Atmosphäre übersättigter Dampf oder überkaltetes Wasser vorhanden ist, so muss die plötzliche Auslösung solcher Zustände eine schnell verlaufende Druckschwankung nach sich ziehen, die sich in einem raschen Steigen und nachfolgenden Sinken des Barometers kenntlich machen muss. Fallen sehr bald nach der Auslösung abkühlende Niederschläge, so wird das Sinken des Barometers infolge des durch die Abkühlung bedingten Zusammendrängens der Druckflächen und des hierdurch bewirkten Nachströmens von Luft in der Höhe vermindert oder auch ganz verhindert, und es tritt eine Druckstufe an die Stelle der Druckschwankung. Derartige Schwankungen des Luftdrucks sowie Druckstufen treten bekanntlich sehr häufig bei Gewittern auf, und zwar in Grössen, wie sie sich ohne Schwierigkeit auf Uebersättigung oder Ueberkaltung zurückführen lassen. Thatsächlich sind auch bei Gewittern die Bedingungen erfüllt, die das Zustandekommen solcher labilen Zustände erleichtern; insbesondere dürften Ueberkaltungen in den höher liegenden Teilen der Gewitterwolken sehr häufig vorkommen. Da die Auslösung solcher Zustände plötzliche Erwärmung einzelner Stellen im Gefolge haben muss, so dürften sich aus solchen Vorgängen die eigentümlichen Gestaltsänderungen erklären, die man an den Gewittercumuluswolken beobachtet, und die man nicht wohl als blosse Folgeerscheinung eines stetig aufsteigenden Stromes ansehen kann, selbst wenn dieses Aufsteigen in Begleitung von Wirbelbewegungen erfolgt. Auch die Entstehung von Graupeln und Hagel lässt sich ohne Schwierigkeit auf Ueberkaltung zurückführen.''
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