Projectionslehre an dem Gymnasium, ein Glied des Reformwerkes. (Q1530611)
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scientific article; zbMATH DE number 2687847
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Projectionslehre an dem Gymnasium, ein Glied des Reformwerkes. |
scientific article; zbMATH DE number 2687847 |
Statements
Projectionslehre an dem Gymnasium, ein Glied des Reformwerkes. (English)
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1891
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Der Aufsatz begründet die Forderung der Einführung des Unterrichts in der Projectionslehre an den Gymnasien. Nur durch ihn kann der notorische leidige Mangel an räumlichem Anschauungsvermögen gehoben werden. Letzteres bildet eine unerlässliche Grundlage für den späteren Beruf fast der Hälfte der Abiturienten, und auch für die übrigen hat jener Unterricht einen hohen Bildungswert. ``Er übt das Anschauungsermögen, erfüllt den Schüler mit Befriedigung, weil er etwas unter seinen Händen entstehen sieht, weckt den Sinn für Nettigkeit und Eleganz der Darstellung und bildet ein technisches Geschick aus, dessen man heutzutage in so vielen Lebenslagen bedarf.'' Der Freihandzeichenunterricht kann die Anerziehung einer bewussten räumlichen Vorstellung nicht leisten; diese ist eine Art geometrischer Thätigkeit, die eine gewisse Reife, das Lebensalter der Oberklassen erfordert; der bezügliche Unterricht muss in die Hand des Mathematikers gelegt werden. -- Die parallelperspectivischen Darstellungen lassen sich leicht neben dem Unterricht in der Stereometrie behandeln. Der Curs in der eigentlichen Projectionslehre müsste mit geometrischen Constructionsübungen beginnen, die sich mit Kreisteilung, geometrischen Flächenornamenten, Kegelschnittconstructionen u. s. w. befassen. Hierauf würde die Darstellung in Grund- und Aufriss von Punkt, Ebene und Gerade, von einfachen Polyedern und Krystallformen, Cylinder, Kegel u. s. w., verbunden mit cavalierperspectivischen Abbildungen folgen. Uebrigens kann der Lehrgang an einer beliebigen Stelle abgebrochen werden ohne Beeinträchtigung des Vorangegangenen. Dieser Unterricht wird als Gegengewicht gegen die abstracten Lehrfächer wohlthätig wirken und kaum als Mehrbelastung empfunden werden. Die Zeit dafür (etwa wöchentlich 2 Stunden durch 2 bis 3 Jahre in den oberen Klassen) muss beschafft werden, und wäre es teilweise selbst auf Kosten des mathematischen- oder des Zeichenunterrichts.
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