Ueber die Schulreform und den Unterricht in Mathematik und Zeichen auf den Gymnasien. (Q1532752)
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scientific article; zbMATH DE number 2689227
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ueber die Schulreform und den Unterricht in Mathematik und Zeichen auf den Gymnasien. |
scientific article; zbMATH DE number 2689227 |
Statements
Ueber die Schulreform und den Unterricht in Mathematik und Zeichen auf den Gymnasien. (English)
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1890
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Der Verfasser hat die bekannte ``Heidelberger Gegenerklärung'', welche hauptsächlich für die Beibehaltung des Griechischen als eines obligatorischen Unterrichtsgegenstandes auf den Gymnasien eintrat, unterzeichnet und rechtfertigt im vorliegenden Vortrage ausführlich seine Unterschrift. Er erklärt als vornehmste Aufgabe des Gymnasialunterrichtes die Ausbildung eines gesunden selbständigen Urteils, was bei Beschränkung des Gesichtskreises leichter zu erreichen ist als bei Vielseitgkeit. Dasjenige Mass von Kenntnissen in griechischer Grammatik, welches den Weg zum Verständnis der griechischen Klassiker bahnt, ist ein weit geringeres, als es der Lehrplan solcher Gymnasien vorauszusetzen scheint, welche ein correctes griechisches Scriptum von den Abiturienten verlangen. Was das mathematische Pensum anbetrifft, so hält der Verfasser eine Erweiterung desselben, z. B. durch Aufnahme der Elemente der Differentialrechnung oder der analytischen Geometrie, für überflüssig, ja sogar für schädlich. Dagegen reclamirt er dringend eine Disciplin für das Gymnasium, die bisher fehlte, die Elemente der darstellenden Geometrie. Neben dem obligatorischen Freihandzeichnen in den Unterklassen sollte Linearzeichnen in den mittleren Klassen und ein Cursus der Elemente der darstellenden Geometrie in den höheren einhergehen, der jedoch nicht von einem Künstler, sondern von einem Mathematiker geleitet werden müsste.
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