On the passage of electricity through hot gases. (Q1534351)
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scientific article; zbMATH DE number 2690918
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | On the passage of electricity through hot gases. |
scientific article; zbMATH DE number 2690918 |
Statements
On the passage of electricity through hot gases. (English)
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1890
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1) Der Verf. geht von der Annahme aus, dass der Durchgang der Elektricität durch ein Gas auf einer Spaltung seiner Molecüle in Atome beruhe, welche ihre entgegengesetzten Ladungen mit sich führen. Dadurch erklärt sich die bekannte Thatsache, dass ein Gas, durch welches eine elektrische Entladung geht, für die kleinste fremde elektromotorische Kraft leitend wird. Ueber eine andere Art der Spaltung der Gasmolecüle, nämlich durch Temperaturerhöhung, handeln die vorliegenden Versuche. Das Gas befand sich in einer sieben Zoll langen Platinröhre, welche in einem Ofen bis zum Glühen erhitzt wurde, und in deren beide Enden, durch Glasröhren isolirt, die Elektroden hineinragten; im Kreise befand sich eine Daniell'sche Batterie und ein Galvanometer. Die Leitung begann immer erst bei Rotglut. In vielen Gasen (Luft, Stickstoff, Kohlensäure, Wasserdampf) war sie so gering, dass der Verf. sie durch Zerstäubung der Elektroden verursacht hält. In anderen (Joddampf, Salmiakdampf, HCl, KCl, NaCl) sehr bedeutend; bei letzteren ist eine Dissociation bei höherer Temperatur teils bekannt, teils wurde sie vom Verf. nachgewiesen. In den Fällen, wo trotz eintretender Dissociation keine Leitung nachzuweisen war (z. B. Wasserdampf und Ammoniak), sind wahrscheinlich die Dissociations-Producte nicht Atome, sondern Molecüle. Auch Metalldämpfe, welche sich in einem irdenen Tiegel entwickelten, wurden untersucht; dieselben leiteten teils gar nicht, teils besser als Luft, am besten \(K\) und \(Na\). Da die meisten Metalle einatomig sind, so scheint es, dass ihre Atome die Fähigkeit besitzen, eine elektrische Ladung anzunehmen und abzugeben. 2) Ueber die Leitungsfähigkeit der Luft wurden besondere Versuche angestellt, bei denen eine an beiden Enden offene Platinröhre durch einen galvanischen Strom zum Glühen gebracht wurde. Es zeigte sich eine starke oder gar keine Leitung, je nachdem sich die positive Elektrode am oberen oder unteren Ende der Röhre befand; danach scheint der Strom ein Convectionsstrom zu sein, bei welchem die aufsteigende Luft negative Elektricität mit sich führt. 3) Wurde bei einem gut leitenden Gase die eine Elektrode aus der Platinröhre entfernt und, nachdem sie sich abgekühlt hatte, wieder eingesetzt, so begann die Leitung erst wieder, nachdem die Elektrode abermals glühend geworden war. 4) Eine Polarisation des Gases durch den durchgegangenen Strom war nicht zu entdecken.
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