Die Knotenlinien der Atmo- und Hydrosphäre. (Q1534514)
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scientific article; zbMATH DE number 2691120
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Die Knotenlinien der Atmo- und Hydrosphäre. |
scientific article; zbMATH DE number 2691120 |
Statements
Die Knotenlinien der Atmo- und Hydrosphäre. (English)
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1890
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Berechnet man nach den Grundsätzen der sogenannten statischen Gezeitentheorie und unter der Voraussetzung, dass der anziehende Himmelskörper sich irgendwo in der Verlängerung der Erdaxe befinde, die Fluthöhe für einen unter der geographischen Breite \(\varphi\) gelegenen Ort, so wird dieselbe durch eine Reihe dargestellt, deren erstes Glied, unter \(a\) eine Constante verstanden, den Wert \(a(\frac13-\sin^2 \varphi)\) hat. Begnügt man sich also mit einer Annäherung, so ist die Fluthöhe für die Polhöhe \(\alpha=\text{arcsin} \sqrt{\frac13}=35^{\circ}16'\) (appr.) gleich Null, und die beiden Parallelkreise von \(\pm35^{\circ}16'\) trennen, wenn wir uns die Erdkugel von einem allenthalben gleich dicken Flüssigkeitsmantel bedeckt denken, die Partien, in denen gerade Flut herrscht, von den im Ebbezustande befindlichen. Da erstens mehrere der Wahrheit nicht völlig entsprechende Annahmen gemacht werden mussten, und da zweitens Mond und Sonne vom Aequator um viel weniger als \(90^{\circ}\) abweichen, so erleidet das theoretische Resultat natürlich mehrfache Abschwächungen; indessen sprechen doch hydrographische und meteorologische Anzeichen dafür, dass in der That den erwähnten Parallelkreisen die Eigenschaft von Knotenlinien in gewissem Sinne unter allen Umständen zugesprochen werden muss.
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