Beiträge zur Theorie der Bewegung der Erdatmosphäre und der Wirbelstürme. Zweite Abhandlung. (Q1536462)
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scientific article; zbMATH DE number 2693260
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Beiträge zur Theorie der Bewegung der Erdatmosphäre und der Wirbelstürme. Zweite Abhandlung. |
scientific article; zbMATH DE number 2693260 |
Statements
Beiträge zur Theorie der Bewegung der Erdatmosphäre und der Wirbelstürme. Zweite Abhandlung. (English)
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1889
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Ueber den ersten Teil dieser Arbeit ist F. d. M. XIX. 1887. 1232 (siehe JFM 19.1232.01) berichtet worden. Zunächst behandelt der Verfasser jetzt im \(\S\) VIII das Wirbelgebiet der geradlinigen Isobaren. ``Ganz so vollständig wie der Fall eines kreisförmigen Gebietes der Verticalströmung lässt sich derjenige Fall behandeln, wo das Gebiet der Verticalströmung durch zwei unendlich grosse Ebenen begrenzt ist,'' zuerst bei einer aufsteigenden, dann bei einer niedergehenden Strömung. Der \(\S\) IX ist den mehrfachen Wirbelbildungen in der Erdatmosphäre gewidmet. ``Existiren in der Atmosphäre mehr als ein wirbelerfüllter cylindrischer Raum der Verticalströmung, so wird die Bewegung der Luft so verwickelt, und die dadurch verursachte analytische Schwierigkeit auch in den einfachsten Fällen so bedeutend, dass es bisher bloss gelungen ist, die Aufgabe bis zu einem gewissen Grade zu lösen, und zwar nicht einmal strenge, sondern nur unter der Voraussetzung, dass die gegenseitigen Abstände der Wirbelgebiete gegen die Querschnitte derselben unendlich gross seien, oder was dasselbe ist, dass die Querschnitte der Wirbelgebiete gegen ihren Abstand, der dann endlich sein darf, unendlich klein seien.'' Die Luftbewegung im äusseren wirbelfreien Gebiete bei mehrfachen Wirbelbildungen wird im \(\S\) X der analytischen Untersuchung unterworfen. Für das Gebiet der Erdatmosphäre, wo die Luftteilchen keine andere Rotationsgeschwindigkeit haben, als die durch Erdrotation veranlasste, lassen sich die Bewegungen der Luft auch hier ganz allgemein verfolgen, wenn sie stationär sind. In einem zweiten \(\S\) X (wohl Versehen bei der Zählung) werden die Eigenbewegungen der Wirbelgebiete erforscht. Die vorher bestimmten Windbahnen, sowie die Isodynamen und Isobaren verändern ihre Lage gegen die Coordinatenaxen und ihre Gestalten fortwährend; denn ein jedes Wirbelgebiet verharrt nicht an seiner Stelle, sondern bewegt sich um einen gewissen ruhenden Punkt in Folge der Luftströmungen, welche die anderen Wirbelgebiete in der Atmosphäre hervorbringen. Daher müssen die bestimmenden Coordinaten als Functionen der Zeit dargestellt werden. Als merkwürdigen Satz hebt der Verfasser hervor: ``Bilden sich irgendwo in der Erdatmosphäre zwei Cyklonen, so nähern sie sich gegenseitig, indem sie im cyklonalen Sinne um einen bestimmten ruhenden Punkt rotiren, während zwei Anticyklonen sich hingegen von einander entfernen, indem sie im anticyklonalen Sinne um einen bestimmten Punkt rotiren.'' Endlich wird in \(\S\) XI die Veränderung der Windrichtung, der Windstärke und des Luftdrucks für einen gegebenen äusseren Punkt bei zwiefacher Wirbelbewegung erörtert. So verwickelt die Gesetze auch sein mögen, gemäss denen die Veränderung dieser drei anemometrischen Factoren an einem gegebenen Orte vor sich geht, wenn zwei Wirbelgebiete in der Nähe desselben sich entwickelt haben, so lassen sich Ausdrücke dafür ableiten, und ohne jede Schwierigkeit, wenn die Wirbelgebiete entweder kreisförmig begrenzt oder bei beliebig gestaltetem Querschnitte unendlich klein sind gegen ihren Abstand vom gegebenen Ort.
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