Ueber die Wanderung der Interferenzcurven zweier mikroskopischer Kreiswellensysteme auf der Oberflächenhaut von Flüssigkeiten. (Q1539233)
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scientific article; zbMATH DE number 2697258
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Ueber die Wanderung der Interferenzcurven zweier mikroskopischer Kreiswellensysteme auf der Oberflächenhaut von Flüssigkeiten. |
scientific article; zbMATH DE number 2697258 |
Statements
Ueber die Wanderung der Interferenzcurven zweier mikroskopischer Kreiswellensysteme auf der Oberflächenhaut von Flüssigkeiten. (English)
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1886
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Werden durch zwei dissonirende Stimmgabeln auf der Oberfläche einer Flüssigkeit zwei Kreiswellensysteme mit den Wellenlängen \(\lambda\) und \(\lambda_1\) und den Schwingungszeiten \(T\) und \(T_1\) erzeugt, so sind die partiellen Deviationen für ein Molekel mit den Abständen \(e\) und \(e_1\) von den Erregungspunkten \[ y=a \cos 2\pi \left( \frac tT-\frac e \lambda \right) \quad \text{und}\quad y_1=a \cos 2\pi \left( \frac{t}{T_1}- \frac{e_1}{\lambda_1} \right) \cdot \] Die Gesamtdeviation ist also: \[ Y=y+y_1=2a \cos \pi \left( t\left( \frac 1T+\frac{1}{T_1} \right) - \left( \frac e \lambda + \frac{e_1}{\lambda_1} \right) \right)\times \cos \pi \left( t(\left(\frac 1T-\frac{1}{T_1} \right) - \left( \frac e \lambda - \frac{e_1}{\lambda_1} \right) \right)\cdot \] Bezeichnen nun \(p\) und \(q\) ganze Zahlen, so sind die Interferenzcurven gegeben durch die Gleichungen \[ \text{(B)}\quad \frac{e}{\lambda} - \frac{e_1}{\lambda_1}=\frac{2p+1}{2}+t \left( \frac 1T-\frac{1}{T_1} \right) = \frac{2p+1}{2}+t(n-n_1), \] \[ \text{(C)}\quad \frac{e}{\lambda} + \frac{e_1}{\lambda_1}=\frac{2q+1}{2}+t \left( \frac 1T-\frac{1}{T_1} \right) = \frac{2q+1}{2}+t(n+n_1). \] Da die rechten Seiten dieser Gleichungen die Zeit enthalten, so sind diese Curven nicht fest, sondern sie wandern. Setzen wir \(n>n_1\) voraus, so ist nach Verlauf der Zeit \[ t_1=\frac{1}{n-n_1}\quad \text{resp.} \quad t_1=\frac{1}{n+n_1} \] die zu \(p\) resp. \(q\) gehörige Curve in diejenige übergegangen, welche vorher zu \(p+1\) resp. \(q+1\) gehörte. Die zweite Curvenart wandert also schneller als die erste. Die Wellenberge und Wellenthäler sind die Schnittpunkte der beiden Curven \[ \left. \begin{matrix}\l\quad & \l\\ \text{(J)} & \frac e \lambda - \frac{e_1}{\lambda_1}=l+t(n-n_1) \\ \text{(K)} & \frac e \lambda + \frac{e_1}{\lambda_1}=m+t(n+n_1) \end{matrix} \right\}\quad (l \text{ und }m \text{ ganze Zahlen}). \] Eliminiren wir die Zeit \(t\), so erhalten wir die Bahn eines einzelnen Wellenberges oder -Thales: \[ \text{(D)}\quad \frac ec-\frac{e_1}{c_1}=\frac{1}{2nn_1} \{ l(n+n_1)-m(n-n_1)\}, \] \[ (c=n \lambda,\quad c_1=n \lambda_1 ). \] Die Untersuchung wird nun fortgeführt unter der als Ergebnis des Experimentes anzusehenden Voraussetzung \[ n \lambda^2=\text{ const.}\quad (\text{also}\quad n \lambda^2=n_1 \lambda_1^2). \] Es werden die Eigenschaften der einzelnen Curven, ihre gegenseitige Lage und die Fortschreitungsgeschwindigkeit einer Besprechung unterzogen.
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