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Einleitung in die theoretische Physik. I. Teil. Einleitende Begriffe. Mechanik. - MaRDI portal

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Einleitung in die theoretische Physik. I. Teil. Einleitende Begriffe. Mechanik. (Q1548369)

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scientific article; zbMATH DE number 2705898
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English
Einleitung in die theoretische Physik. I. Teil. Einleitende Begriffe. Mechanik.
scientific article; zbMATH DE number 2705898

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    Einleitung in die theoretische Physik. I. Teil. Einleitende Begriffe. Mechanik. (English)
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    1880
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    Der Verfasser hat beabsichtigt, ein Compendium zu liefern, welches in gedrängter Kürze die wichtigsten Resultate der theoretischen Physik deductiv ableiten, ausserdem aber auch dem Leser zum weitern Studium Anregung und Anleitung geben soll. Letzteres wird durch Uebungsaufgaben, welche älteren classischen Werken (Newton, Euler, Lagrange) entnommen sind, noch mehr aber durch knapp gehaltene historische und literarische Notizen erzielt, welche jedem grösseren Abschnitte beigefügt sind. Sie dürften trotz ihrer Kürze den Leser über die wichtigsten Erscheinungen in der diesbezüglichen Literatur hinreichend orientiren. Grosse Sorgfalt hat der Verfasser der Architektonik seines Werkes zugewendet. Mit Rücksicht auf den Umstand, dass zur Zeit alle unsere Vorstellungen auf dem Gebiete der Physik ein vorwiegend mechanisches Gepräge haben, teilt er die Physik in abstracte (reine) und concrete (angewandte) Mechanik (letztere allerdings nur im weitesten Sinne des Wortes). Während erstere Bewegung, Masse und Kraft im Allgemeinen untersucht, befasst sich letztere mit besonderen (concreten) Kräften und Kraftwirkungen, wobei sich eine natürliche Scheidung nach zwei Typen ergiebt. Der Gravitationstypus beherrscht hauptsächlich jenes Gebiet, in welchem die Wirkungen dem Gesetze des umgekehrten quadratischen Verhältnisses der Entfernung unterliegen (Gravitation, Magnetismus, Elektricität), und der Moleculartypus (Vibrationstypus) hauptsächlich dasjenige, in welchem die Erscheinungen vom directen einfachen Verhältnisse der Entfernung abhängen. Dadurch ist die Sonderung des Stoffes in drei Teile vorgeschrieben. Der vorliegende erste Teil des Werkes behandelt die abstracte Mechanik, abgesehen von einer etwas ausführlicher gehaltenen Einleitung, worin der Umfang der zum erfolgreichen Studium der theoretischen Physik erforderlichen mathematischen und geometrischen Kenntnisse festgestellt und einige der Physik näher stehende mathematische Disciplinen, Interpolation, Methode der kleinsten Quadrate in Kürze dargestellt werden. Da die Mechanik die Darstellung der von Massen ausgeführten, durch Kräfte verursachten Bewegungen zur Aufgabe hat, erscheint es angemessen, 1) die Bewegung an sich; 2) die Massen an sich (in ihren geometrischen Beziehungen); 3) endlich die Kräfte an sich, sofern alle als Vectoren einer geometrischen Darstellungsweise fähig sind, zu betrachten, um endlich, durch Combination der gewonnenen Resultate, jene Untersuchungen durchführen zu können, welche sich 4) entweder auf das Gleichgewicht (als besonders wichtigen speciellen Fall), oder 5) auf die durch Kräfte verursachte Bewegung als allgemeinsten Fall beziehen. Dadurch teilt sich die Mechanik naturgemäss in folgende Teile: I. Kinematik. II. Geometrie der Massen. III. Geometrie der Kräfte. IV. Statik. V. Dynamik. Die Kinematik hat in ausführlicheren Darstellungen der Mechanik bereits Bürgerrecht erhalten; auch die Massengeometrie (eingeführt von Haton de la Goupillère) findet immer mehr Berücksichtigung (Somoff, Schell in der zweiten Ausgabe). Dagegen pflegte man die Geometrie der Kräfte bisher in der Statik als integrirenden Bestandteil dieses Abschnitts der Mechanik unterzubringen und machte zwischen beiden keinen Unterschied. Noch ist zu bemerken, dass der Verfasser die Statik und Dynamik ganz abstract unter der Voraussetzung absolut starrer Gebilde (Massen) behandelt, daher solche Teile, die concrete Kräfte zu Voraussetzung haben (z. B. die Elasticitätstheorie, die Hydromechanik) dem dritten Teile seines Werkes zuweist.
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