Introduction to the instruction of mathematics, edited by L. Niedzwiecki. (Q1550169)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Introduction to the instruction of mathematics, edited by L. Niedzwiecki. |
scientific article; zbMATH DE number 2707754
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Introduction to the instruction of mathematics, edited by L. Niedzwiecki. |
scientific article; zbMATH DE number 2707754 |
Statements
Introduction to the instruction of mathematics, edited by L. Niedzwiecki. (English)
0 references
1880
0 references
Das Büchlein enthält die eigentliche Schrift von Hoene Wronski (Seite 1\(-\)50), eine Notiz über sein Leben, die Angabe aller seiner schon publicirten und noch in Handschrift vorhandenen Schriften, einen Artikel unter dem Titel: ``Hoene Wronski und die heutige Welt'' (Kritik), einige Auszüge aus den Comptes rendues de l'Académie u. s. w. Die ``Einleitung'' wurde im Jahre 1821 von Wronski verfasst und in englischer Sprache in London (bei Samuel Bagster) gedruckt; nach ihr sollte ein vollständiges Lehrbuch der ganzen Mathematik folgen, das aber nicht erschienen ist, nur Herr Montferrier hat nach dem Plane von Wronski ein Werk herausgegeben unter dem Titel: `` Encyclopédie mathématique ou exposition compléte de toutes les branches des mathématiques d'aprés les principes de la philosophie des mathématiques de Hoene Wronski 4 vol. in 8\(^0\)''. Nach Wronski giebt es fünf Perioden in der Entwicklungsgeschichte der Mathematik. In der ersten Periode in Aegypten und bei den Völkern des Morgenlandes wurde die Mathematik nur in concreto bahandelt. In der zweiten, der griechischen, hat sich schon der menschliche Geist zur hohen Abstraction emporgehoben, aber die von ihm gewonnenen Wahrheiten waren nicht durch allgemeine Betrachtungen und Gesetze verbunden. Diese Periode dauerte bis zum Aufblühen der Wissenschaften in Europa, womit die dritte durch die Arbeiten von Cardan, Fermat, Descartes, Kepler und Wallis ausgezeichnete Periode anfängt, in welcher die Mathematik schon die allgemeinen Gesetze untersucht und in der nächsten vierten mit Leibniz und Newton auftretenden Periode sich der Betrachtung des Entstehens und des Werdens der Quantitäten zuwendet. Diese Periode hat die mathematischen Wissenschaften mit den grössten Entdeckungen berechert. Aber in diesen vier Perioden, sagt Wronski, waren nur ``relative Principien'' herrschend, es gab kein allgemeines ``absolutes Princip'' aller Mathematik. Dieses ``absolute Princip'' soll in des Verfassers mathematischer Philosophie sich befinden, das ``höchste Gesetz'' von Hoene Wronski soll der weiteren Entwickelung der Mathematik in der fünften Periode zu Grunde liegen. Was dieses ``höchste Gesetz'' bedeuten soll, wird in der ``Einleitung'' nicht auseinandergesetzt, und das, was der Herausgeber in seiner Notiz davon sagt, erklärt die Sache keineswegs. In dieser fünften Periode wird sich, sagt Wronski, die ``Technik'' ausbilden. Die Technik ist ein Theil der Mathematik, in welchem die allgemeinen Principien Anwendung finden. Im Gegensatz zur ``Theorie'', welche nur die individuelle Existenz der Quantitäten begründet, soll die ``Technik'' die Entstehungsprocesse, die Genesis der Methoden und der mathematischen Operationen erklären. Uebrigens ist nach Wronski schon in der vierten Periode ein guter Anfang der Technik gemacht worden, während man sich in den drei ersten Perioden überhaupt nur mit der Theorie beschäftigt habe. Es folgen dann in der Schrift viele Bemerkungen über die reine und angewandte Mathematik, über verschiedene Probleme dieser Wissenschaften, über Methoden des mathematischen Unterrichtes, die wir aber hier übergehen. Die Schrift ist interessant und zeigt einen geistreichen Denker, dessen weitgreifende Ideen aber nicht immer auf festem Boden zu ruhen scheinen.
0 references
History of mathematics
0 references
didactics
0 references