Zur Erinnerung an Jakob Steiner. (Q1558470)
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scientific article; zbMATH DE number 2716406
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Zur Erinnerung an Jakob Steiner. |
scientific article; zbMATH DE number 2716406 |
Statements
Zur Erinnerung an Jakob Steiner. (English)
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1874
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Es ist ein in der mathematischen Section der schweizerischen naturforschenden Versammlung an ihrer Hauptversammlung in Schaffhausen am \(22^{\text{ten}}\) August 1873 gehaltener Vortrag, welcher ein lebensfrisches Bild des berühmten Geometers entwirft, belebt insbesondere durch manch geschickt eingeflochtene Aussprüche desselben. Geboren ist Jakob Steiner am \(18^{\text{ten}}\) März 1796 zu Utzenstorf in der Nähe von Solothurn. Wir erfahren unter Anderem, eir er durch hartnäckige Zähigkeit den Widerstand seiner Eltern, die er zeitig in ihrem kleinen landwirthschaftlichen Betriebe unterstützen musste, überwand, um nach Iferten zu Pestalozzi zu gehen, und welchen Einfluss diese Lehrzeit auf sien späteres Wirken hatte; eir Steiner wäjernd siener Studienzeit in Heidelberg (1818 -- 1821) und später in Berlin durch Privat-Unterricht seinen Unterhalt erwarb, dadurch in das Haus Wilhelm von Humboldt's kam und in den Kreis der bedeutenden Männer gezogen wurde; wie er insbesondere an Alexander von Humboldt einen wohlwollenden Protektor und an Abel und Jakobi eifrig mitstrebende und anregende Freunde gewann. Nachdem Steiner an der Gewerbeschule eine Zeit lang unterrichtet hatte, verschaffte ihm Jakobi nach dem Erscheinen der \textit{Systematischen Entwickelung} das Ehren-Doctordiplom der Königsberger Universität, und Jakobi's und Humboldt's verinten Ansterengungen ist es zu danken, dass im Jahre 1834 für ihn eine ausserordentliche Professur an der Berliner Universität gegründet wurde; gleichzeitig ernannte ihn die Königl. preussische Akademie der Wissenschaften zu ihrem Mitgliede. Nachdem seine bahnbrechende wissenschaftliche Thätigkeit in den Hauptzügen dargestellt worden, wird auch seiner Lehrthätigkeit und des vielbesprochenen Verhältnisses zu Jakobi gedacht, und durch Schilderung charakteristischer Einzelheiten und persönlicher Eigenthümlichkeiten das Bild des grossen Mannes vervollständigt, der am \(1^{\text{ten}}\) April 1863 in Bern einer Krankheit erlegen ist, welche schon Jahre voraus ihre Schatten auf die sonst so rastlose und grossartige Thätigkeit desselben geworfen hatte.
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