Papers on epistemology (Q1896042)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Papers on epistemology |
scientific article; zbMATH DE number 786897
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Papers on epistemology |
scientific article; zbMATH DE number 786897 |
Statements
Papers on epistemology (English)
0 references
16 August 1995
0 references
Das Werk des Autors ist ein Faszinosum. Es scheint sich auf literarischer Schiene zu bewegen, z.B. wurde ``die verbesserung von mitteleuropa, roman'' [Rowohlt/Hamburg, 1969, Taschenbuch-Ausgabe rororo 1495 (1972)] von Heißenbüttel, Chotjewitz und Urs Widmer enthusiastisch besprochen, und der ``Schundroman'' [Zitat aus dem Geleitwort des Herausgebers des vorliegenden Bandes] des Evo Präkogler (jeder vermutet ein Anagramm) ``Nicht schon wieder...!'' (Matthes \& Seitz/München, 1990) blieben ``Zeit und Welt im Spiegel'' auch nicht unbekannt [der Computer verinnerlicht die Gedanken seines Programmierers soweit, daß er jenen untergehen läßt: er kommt auf den Gedanken, er laufe selbst als Programm im Computer]. Der Autor unternimmt aber doch eine genaue Untersuchung des menschlichen Denkens. Und mit der Untersuchung dieses Denkens, das sich jetzt für das breite Publikum als Computer-Theorie (und vor den ``künstlichen Intelligenzlern'' als Empirik darbietet), will er über jenes hinausgehen. -- Für Mathematiker hat das mit Mathematik nichts zu tun. Allerdings gelingen dem Autor Einblicke in das mathematische Denken, die wiederum dem Mathematiker nur vertraut sind, wenn er ganz tief in sich hineinhört -- ein Weg, der von Poincaré eröffnet, von Helmholtz weitergeführt wurde und von Turing seine formale Gestalt erhielt. Da ich für ein ``Zentralblatt für Mathematik'' referiere, kann ich hier nicht näher in die Details gehen, verweise aber auf das kenntnisreiche Geleitwort des Herausgebers dieses Bandes. Im einzelnen sind folgende Arbeiten des Autors enthalten (die teilweise selbst Veröffentlichungen in Sammelbänden sind). Von diesen ist nur ``Form and content in thinking Turing machines'' [in: The universal Turing machine, a half-century survey, 631-657 (1988)] im Zbl 0683.03003 besprochen -- hier finden wir eine deutsche Übersetzung ``Form und Inhalt in Organismen aus Turing-Maschinen''. Aus der ``verbesserung...'' (s.o.) sind die Abschnitte ``notizen zum konzept des bioadapters, essay'' sowie ``appendix A: der bio-adapter'' übernommen (Zitat, p. 46: ``Er ist die Chance unseres Jahrhunderts: Befreiung von Philosophie durch Technik''). Ferner finden sich ``\(^0\)'' aus den Berliner Heften 17 (1981), ``Turing Test'' aus dem Kursbuch 75 (1984), ``Über das Ziel der Erkenntnistheorie, Maschinen zu bauen die lügen können'' aus den Manuskripten 86 (1984) und ``Kambrium der künstlichen Intelligenz'' aus ``Die Wissenschaft vom Künstlichen'' (H. A. Simon (ed.), Springer/Berlin, 1990) -- vom Autor übersetzt. Der Vortrag ``Probleme der künstlichen Intelligenz'' (P. Weibel (ed.), Merve/Berlin, 1990) ist vollständig abgedruckt. Einzige Erstveröffentlichung ist `` `Information' und Selbstbeobachtung''. Mit dem Begriff der Selbstbeobachtung sind wir nun wohl im Eigentlichen der Wienerschen Philosophie, wobei mir immer das ``Eingedenken ins Unverborgene'' im Heideggerschen Hintersinn [cf. \textit{M. Heidegger}, ``Zur Sache des Denkens'' (Niemeyer/Tübingen, 1969)] in den Kopf will. Der Autor möchte nun aber auch unsere Vorstellungen als Maschinen funktionierend sehen (p. XVI seines Vorworts) -- aber funktionieren unsere Träume wie Automaten? Gerade hier im Vorwort, wo der Autor das Niveau der psychischen Arbeit festlegen möchte, gibt er einige Gedanken preis, die der immer populärer werdenden Idee der Erklärung der psychischen Vorgänge als selbstorganisierende dynamische dissipative nichtlinear stetige Systeme entgegentreten, und die mir in jeder Hinsicht lesenswert erscheinen. Warten wir also auf die angekündigte ``Poetik im Zeitalter wissenschaftlicher Erkenntnistheorie'', um die neuesten kognitiven Erfahrungen des Autors kennenzulernen, und auf die ``Einführung in die Theorie der Turing-Maschinen'', die dem Nichtmathematiker vielleicht mehr Aufschluß über das Denken Turings geben wird als die Erzählung ``Alan Turing'' von \textit{R. Hochhuth} (Rowohlt/Hamburg, 1987).
0 references
Turing machines
0 references
philosophy
0 references
0.8411968
0 references