Über Paradoxien. (Q2580344)
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scientific article
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Über Paradoxien. |
scientific article |
Statements
Über Paradoxien. (English)
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1942
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In einer früheren Arbeit (Alg. Nederl. Tijdschr. Wijsbeg. Psychol. 32 (1939), 193) hatte \textit{E. W. Beth} die These vertreten, daß der Ursprung der Paradoxien nicht im Denken oder im Sein zu suchen sei, sondern in einer unzweckmäßigen Ausdrucksweise. Verf. stellt dem die Behauptung entgegen, daß der Ursprung der Paradoxien ausschließlich im unzulänglichen Nachdenken liege, mit anderen Worten, daß die ``klassische'' Logik imstande sei, für alle Paradoxien eine in jeder Hinsicht schlüssige Lösung zu geben. Er sucht seine Behauptung durch kurze Erörterung von vier bekannten Paradoxien zu begründen, nämlich dem Carnapschen Paradoxon von der Menge der Reihen, dem Paradoxon von der Zahl, deren Name (Definition) höchstens 20 Worte umfaßt, dem Russellschen Paradoxon von den imprädikablen und prädikablen Begriffen und dem alten Paradoxon vom Lügner, das er als den Einfall eines Schalks oder eines Dummkopfs bezeichnet. Aus seinen Betrachtungen zieht Verf. den Schluß, daß der Logik von den Paradoxien keine Gefahr drohen könne, und daß das beste Mittel für eine Formalisierung der wissenschaftlichen Sprache noch stets das Denken nach den Grundsätzen der ``klassischen'' Logik sei.
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