Remarques sur la loi des erreurs. (Q2582667)
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scientific article
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Remarques sur la loi des erreurs. |
scientific article |
Statements
Remarques sur la loi des erreurs. (English)
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1941
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Die Arbeit behandelt verschiedene Fragen, die Theorie, Anwendungen und Geschichte des Gaußschen Fehlergesetzes betreffen. Insbesondere dürfte die folgende Methode zur Bestimmung des Präzisionsmaßes von Interesse sein. \(M_1, \ldots \!, M_n\) seien die Ergebnisse von \(n\) voneinander unabhängigen Beobachtungen einer gemäß dem Gaußschen Fehlergesetz \(\dfrac{1}{\zeta \sqrt{2\pi}} \exp \left( -\dfrac{(M-z)^2}{2\zeta^2} \right)\) verteilten Zufallsveränderlichen \(M\). Um die unbekannten Größen \(z\) und \(\zeta\) zu bestimmen, faßt Verf. sie beide als (voneinander stochastisch unabhängige) Zufallsvariable auf, wobei die a priori Wahrscheinlichkeitsdichte von \(z\) wie üblich konstant, die von \(\zeta\) proportional \(\zeta^{-\alpha}\) angenommen wird. Als simultane a posteriori Wahrscheinlichkeitsdichte von \(z\) und \(\zeta\) ergibt sich nach dem Bayesschen Satz \[ V_2(z, \,\zeta)=\text{ const} \cdot \zeta^{-n-\alpha} e^{-\sum (M_i-z)^2/2 \zeta^2}. \] Als ``wahrscheinlichste Werte'' von \(z\) und \(\zeta\) bezeichnet Verf. die Werte, für die die \textit{Rand}-Dichten \(\int\limits_{0}^{\infty}V_2(z, \,\zeta) \,d\zeta\) bzw. \(\int\limits_{-\infty}^{\infty}V_2(z, \,\zeta) \,dz\) ihr Maximum erreichen, das sind \(\dfrac{1}{n} \sum M_i\) bzw. \(\dfrac{n\sigma^2}{n+\alpha-1}\), wo \(\sigma^2=\dfrac{1}{n} \sum\limits_{i} \left( M_i-\dfrac{1}{n} \sum\limits_{j} M_j \right)^2\). Als Wahrscheinlichkeit \(P\) der Ungleichung \(\left|\, \dfrac{1}{n} \sum M_i-z \,\right|<\lambda_1\) (oder auch der Ungleichung \(\sum (M_i-z)^2<n(\sigma^2+\lambda_1^2)\)) erhält man \[ P=\frac{2^{n+\alpha-2} \varGamma^2 \left( \dfrac{n+\alpha-1}{2} \right)} {\pi \varGamma(n+\alpha-2)} \int\limits_{0}^{\varphi_1} \cos^{n+\alpha-3} \varphi d \varphi, \;\; \varphi_1=\text{arc tg} \dfrac{\lambda_1}{\sigma}. \tag{1} \] Damit diese Gleichung für \(n \geqq 2\) sinnvolle Werte ergibt, muß \(\alpha>0\) sein, so daß die a priori Verteilung von \(\zeta\) nicht als Gleichverteilung angenommen werden darf. (Der Schluß des Verf., es müßte mindestens \(\alpha = 2\) sein, damit (1) auch für \(n = 1\) gelte, ist nicht stichhaltig, da bei der Herleitung von (1) \(\sigma^2>0\), also \(n > 1\) vorausgesetzt werden muß.) Analog wird der Fall der vermittelnden Beobachtungen behandelt. \(M_1, \ldots \!,M_n\) seien die beobachteten Werte der Größen \[ Y_i=\sum_{\nu=1}^{m} a_{i\nu} x_{\nu} \qquad \qquad (i=1, \ldots \!,n), \tag{2} \] wo die \(a_{i\nu}\) gegeben, die \(x_{\nu}\) unbekannt seien. Die \(M_i\) seien um ihre Mittelwerte \(Y_i\) normal mit einer und derselben Streuung \(\zeta^2\) verteilt. Die a priori Wahrscheinlichkeitsdichte von \(\zeta\) nimmt Verf. wieder proportional \(\zeta^{-\alpha}\) an und rechnet weiterhin so, als wäre die a priori Wahrscheinlichkeitsdichte der \(Y_i\) konstant im ganzen \(n\)-dimensionalen Raum, was aber mit (2) unvereinbar ist; demgemäß sind die auf dieser Annahme beruhenden Ergebnisse fehlerhaft (insbesondere Gleichung (18) und die letzten anderthalb Seiten der Arbeit). Nimmt man stattdessen an, daß die a priori Wahrscheinlichkeitsdichte der \(Y_i\) auf der \(m\)-dimensionalen Hyperebene (2) konstant, sonst Null ist, so ergibt sich als Wahrscheinlichkeit \(P(\lambda^2)\) der Ungleichung \(\sum (M_i-Y_i)^2<\lambda^2\) \[ P(\lambda^2)=\frac{\int\limits_{0}^{\varphi_1} \sin^{m-1} \varphi \,\cos^{n+\alpha-m-2} \varphi d \varphi} {\int\limits_{0}^{\frac{\pi}{2}} \sin^{m-1} \varphi \,\cos^{n+\alpha-m-2} \varphi d \varphi}, \;\; \varphi_1=\text{arc tg}\, \sqrt{\left( \frac{\lambda}{\omega} \right)^2-1}, \tag{3} \] wo \(\omega^2\) das Minimum von \(\sum\limits_{i} (M_i-\sum\limits_{\nu} a_{i\nu} x_{\nu})^2\) bedeutet. Verf. erhält dagegen (S. 133) die unrichtige Formel \(P(\lambda^2)=1-\left( \dfrac{\omega}{\lambda} \right)^{\alpha-1}\), aus der er folgert, daß \(\alpha>1\) angenommen werden muß. Aus (3) läßt sich aber nur schließen, daß \(\alpha > 0\) sein muß, damit dieser Ausdruck im extremen Fall \(n = m + 1\) sinnvoll bleibt. -Aus der obenerwähnten Tatsache, daß der wahrscheinlichste Wert von \(\zeta^2\) sich zu \(\dfrac{n \sigma^2}{n+\alpha-1}\) ergibt, zieht Verf. die Folgerung, daß \(\dfrac{n}{n-1} \sigma^2\) einen zu kleinen Näherungswert für \(\zeta^2\) liefert.
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