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Cosmological theories. - MaRDI portal

Cosmological theories. (Q2590094)

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scientific article
Language Label Description Also known as
English
Cosmological theories.
scientific article

    Statements

    Cosmological theories. (English)
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    1940
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    Das Ziel der Kosmologie, eine Beziehung zwischen der Dichte- und Geschwin\-digkeitsverteilung der kosmischen Materie herzustellen, kann auf doppelte Weise angestrebt werden. Man kann von den bekannten Naturgesetzen ausgehen, die aus unsrer Umwelterfahrung abgeleitet sind, und damit sozusagen ein Modell des Kosmos bauen. Wenn man aber nach Mach damit rechnen muß, daß unsre Umweltgesetze erst durch die Ganzweltstruktur bestimmt sind, kann der erste Weg nur zu beschränk\-ter Einsicht führen. Verf. möchte eine rationalistische Begründung der Kosmologie (und damit in Umkehrung des obigen Weges auch der dynamischen Umweltgesetze) geben, ähnlich wie das für den Raum in der Geometrie geschieht. -- Den Ausgangs\-punkt bildet eine Kritik der Begriffe ``gleichförmige Zeit'' und ``starre Länge''. Es gibt keine Möglichkeit, die Gleichheit von zeitlichen oder räumlichen Intervallen willkürfrei festzustellen. Nur eine Kopplung zwischen beiden kann man geben'' wie Verf. zeigt. Was man unter gleichen Zeitintervallen versteht, ist willkürlich, wenn man die Länge durch die Zeit definiert, und umgekehrt. Zur Definition des Abstands zweier entfernter Punkte genügt eine Uhr an \textit{einem} Ort. Ein neues Problem entsteht, wenn man die Zeitmessung an verschiedenen Orten des Kosmos in Ein\-klang bringen will. Grundsätzlich braucht das zwischen drei Orten nicht zugleich möglich zu sein. Die die Kinematik betreffende Forderung des Verf., daß im Weltall der Gleichgang der Uhren an drei und damit an allen Orten erzwungen werden kann (Äquivalenzprinzip von Milne), führt zu den bemerkenswerten Aussagen, daß die Unbestimmtheit der Modellkosmologie hinsichtlich der Unterschiede im Vorzeichen und in der Größe der Krümmung der Welt und der Antwort auf die Frage nach der Ausdehnung des Weltalls nur den verschiedenen möglichen Annahmen über die Gleichförmigkeit der Zeit entspricht. Wenn im Kosmos das Äquivalenzprinzip gilt, so gibt es bis auf die Willkür im Zeitbegriff nur eine kinematische Struktur. Verf. macht Vorschläge, wie man grundsätzlich die Gültigkeit des Äquivalenzprin\-zipes prüfen kann. Die Dynamik, aus der die Dichteverteilung der Nebelmaterie folgt, wird von dem Weltpostulat beherrscht (vgl. \textit{O. Heckmann}, Theorien der Kos\-mologie, 1942; F. d. M. 68), nach dem das ``Substrat'' von jedem Punkt des Alls den gleichen Aspekt bietet (Verallgemeinerung des Homogenitätsbegriffs). Das Weltpostulat ist mit dem Äquivalenzprinzip verträglich. Es bestimmt einerseits die Dynamik und verhält sich andrerseits wie ein aus dieser Dynamik folgendes statistisches System. Zur eindeutigen Festlegung der Dynamik formuliert Verf. noch ein ``Symmetrieprinzip'', das von Heckmann einer kritischen Würdigung unter\-zogen wird (l. c.).
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