Dependent probabilities and spaces \((L)\). (Q2596995)
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| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Dependent probabilities and spaces \((L)\). |
scientific article |
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Dependent probabilities and spaces \((L)\). (English)
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1938
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Die Arbeit gibt eine Formulierung der Theorie abhängiger Wahrscheinlichkeiten in neuen Ausdrücken. Der zugrundeliegende Raum ist irgendein Raum \(\varSigma\), der den folgenden sechs Postulaten genügt: (1) \(\varSigma\) ist ein linearer Raum mit reellen Skalaren, und in \(\varSigma\) ist eine Relation \(f>0\) definiert; (2) Ist \(f>0\) und \(g > 0\), so ist \(f+g>0\); (3) Ist \(f>0\) und \(\lambda\) ein positiver Skalar, so ist \(\lambda f>0\) und umgekehrt; (4) Bei der Definition: \(f>g\), wenn \(f-g > 0\), ist \(\varSigma\) ein Verband; (5) In \(\varSigma\) ist eine ``Norm'' \(\eta(f)\) definiert, in bezug auf welche \(\varSigma\) ein Banachscher Raum ist; (6) Die Norm ist in positiven Elementen additiv. \textit{Kantorovitch} (Rec. math., Moscou, (2) 2 (1937), 121-168; F.~d.~M. 63\(_{\text{I}}\), 353) hat Definitionen von sup, inf, lim sup usw. in solchen Räumen gegeben. Ist \(f>0\) und \(\eta(f)=1\), so ist \(f\) eine ``Verteilung''. Ein ``Übergangsoperator'' auf \(\varSigma\) ist ein additiver Operator, der Verteilungen in Verteilungen überführt. Ist \(T\) ein fester Übergangsoperator und \(fT=f\), so ist \(f\) ein ``Fixpunkt''. Eine Verteilung ist ``stabil'', wenn sie ein Fixpunkt ist. Die ``Markoffsche Hypothese'' besagt, daß für irgendein \(n\) \[ d=\underset{p \in \varDelta} {\inf} pT>0, \] wo \(\varDelta\) die abgeschlossene, konvexe Menge der Verteilungsfunktionen ist. Der grundlegende Satz von Markoff aus der Theorie der ``verketteten Wahrscheinlichkeiten'' erhält folgende Gestalt: Genügt \(T\) der Markoffschen Hypothese, so gibt es eine eindeutig bestimmte stabile Verteilung \(p_0\) (metrisch transitiver Fall). Überdies gehen die \(pT^k\) gleichmäßig mit derselben Geschwindigkeit gegen \(p_0\), mit der die Glieder einer konvergenten geometrischen Folge gegen Null gehen. Die ``Ergodenhypothese'' besagt, daß, wenn \(p\) eine feste Verteilung ist, die \(pT^k\) eine obere Schranke haben. Die Ergodenhypothese enthält die Aussage der Existenz wenigstens einer stabilen Verteilung. Es gilt folgendes ``mean ergodic theorem'': Die Ergodenhypothese hat zur Folge, daß die Mittel \(\dfrac{1}{n} \sum\limits_{k=0}^{n-1} pT^k\) schwach konvergieren, in dem Sinne, daß, wenn \(\lambda(f)\) irgend ein lineares Funktional ist, die numerischen Mittel \[ \varPhi_n(p)=\lambda \left( \frac{1}{n} \sum_{k=0}^{n-1} pT^k \right) \] im gewöhnlichen Sinne konvergieren. Die ausführlichen Beweise sollen in einer späteren Arbeit gegeben werden. (IV 8 A.)
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