Neue Ziele und Wege des geometrischen Unterrichts. (Q2606720)
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scientific article
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| English | Neue Ziele und Wege des geometrischen Unterrichts. |
scientific article |
Statements
Neue Ziele und Wege des geometrischen Unterrichts. (English)
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1936
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Die bisherigen Vorschläge des Verf. werden in einem geschlossenen Lehrplanvorschlag zusammengefaßt, der eben nicht nur einzelne Anregungen enthält, sondern einen neuartigen Geometrieunterricht in organischem Aufbau durch alle Klassenstufen führt. Bei diesem Aufbau werden anschauungsmäßige Methoden, wie sie die darstellende Geometrie liefert, bereits in einer Entwicklungsstufe eingesetzt, wo das räumliche Anschauungsvermögen noch nicht verkümmert ist; dem quadratischen Kaster in der Ebene wird das Würfelgitter im Raume an die Seite gestellt, das Parallelogramm wird als Grundriß des Rechtecks gewonnen, die Kegelschnitte erscheinen wirklich als ebene Schnitte des Kegels zugleich mit ihrer analytischen Behandlung. Das dem Anfangsunterricht zugrunde gelegte ``Axiomensystem'' ist sehr weit gefaßt; mit seiner Hilfe erwirbt der Schüler zunächst eine Fülle von geometrischen Aussagen und gelangt selbst an diejenige Stelle, wo ein ``Beweis'' nötig ist. Das allgemeine Dreieck, die Grundfigur der ebenen Geometrie, ist zugunsten der Sonderfälle des rechtwinkligen und des gleichschenkligen Dreiecks weit zurückgestellt. Im weiteren Lehrgang wird ebenso wie die darstellende Geometrie auch die analytische Geometrie nicht systematisch als besonderer Unterrichtsabschnitt behandelt, sondern überall dort eingesetzt, wo sie eine zweckmäßige Hilfe ist. So wird zum Schluß in gemeinsamem Einsatz anschaulicher und rechnerischer Methoden die Gesamtheit der betrachteten Tatsachen unter dem Begriffe der Gruppe geordnet. (Vgl. auch \textit{E. Salkowski}, Der Gruppenbegriff als Ordnungsprinzip des geometrischen Unterrichts, 2. Aufl. 1933; F. d. M. \(59_{\text{II}}\) 878-879.) (V 4, 5 A.)
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